Pellkartoffeltage in Hohenlockstedt

Die Kartoffel steht im Mittelpunkt des Bühnenprogramms
 
Der Landtagsabgeordnete spricht
Hohenlockstedt: Hohenlockstedt | Wer isst nicht gerne mal Pellkartoffeln? Jetzt ist die Erntezeit, und da sind die Kartoffeln sehr frisch. Gefeiert wird das mit verschiedenen Kartoffelfesten, so z. B. neulich in Genthin und jetzt in Hohenlockstedt.

Zum Auftakt der Festtage fand eine Abendveranstaltung in der Kartoffelhalle statt. Kernthema waren natürlich die begehrten Knollen, über die in einigen Reden erzählt wurde. Der Kartoffelverbrauch in Deutschland ist etwas zurückgegangen, Anbaufläche und Ertrag auch – man denke an den in vielen Gegenden extremen Sommer.

Kinder führten verschiedene gelungene Theaterstückchen zum Thema Kartoffeln auf. Sketche einer Theatergruppe lockerten den Abend ebenfalls auf, und natürlich wurden die zahlreichen Gasthoheiten begrüßt und vorgestellt. Mag sein, dass Sie von Hohenlockstedt noch nichts gehört haben; zwei Hoheiten waren extra von Würzburg und aus dem Thüringer Wald angereist, da muss der Ort nahe Itzehoe doch schon von Bedeutung sein.

Pellkartoffelkönigin Nadine zeigte noch einen kurzen Rückblick auf einige Highlights ihrer Regentschaft, bevor sie abgekrönt wurde. In Hohenlockstedt ist die Regel, dass dann die Prinzessin Königin wird und eine neue Prinzessin ernannt wird. So kann die Neue ins Amt hineinwachsen und wird nicht plötzlich ins kalte Wasser gestoßen.

Sehr angenehm war, dass die "Machtübergabe" knapp und bündig erfolgte – keine endlosen Reden, die für das Publikum langweilig gewesen wären.

Wie schon gesagt, lockerten Sketche den Abend auf. Da war z. B. dieses Paar, das sich heftigst in die Haare kriegte, wer Recht habe und an welchem Tisch sie sitzen sollten, nur um dann festzustellen, dass die Sitzung bereits am Vortag gewesen war. Am Ende stritten sie sich darüber, ob sie sich streiten würden…

Im Sketch mit dem Herrn von der Müllabfuhr ging der Streit um einen Teddybären, den die Mutter in einem Anfall von Wut weggeworfen hatte. Am Ende opferte sie einen Schuh von Hugo Boss, um den Teddy wiederzubekommen. Dann kam der Sohn und warf den Teddy selber in den Müll. Wie sinnlos die durchaus realistische Situation ausging, führte dem Publikum vor Augen, über welche Belanglosigkeiten wir letztlich oft in Panik oder in Streit geraten. Wir sollten das Leben mit mehr Humor sehen, und das kam sehr gut rüber.

Auf den meisten Festen, die ich besucht habe, gab es Bratwurst als Hauptnahrungsmittel. In Hohenlockstedt war das anders. Fischbrötchen mit Matjes oder Forelle und leckere Käsespieße aus lokalen Molkereien gab es und … aber die waren in der Pause schon alle … Pellkartoffeln mit Dip.

Die Heideköniginnen von Schneeverdingen (mit Hofdame) und von Amelinghausen waren auch angereist. Überhaupt war viel hoheitliche Prominenz gekommen. Der einzige Herr in der Runde ist der Heringskönig von Husum. An der Schlei gibt es den letzten Heringszaun. Damit hat man früher Heringe gefangen, bevor man die großen Raubzüge mit Schleppnetzen begonnen hat. Da gab es noch keine Überfischung, und deshalb ist es wichtig, an die Natur zu erinnern.

Auch die Krönung der neuen Königin und ihrer neuen Prinzessin verlief ohne viel Aufhebens. Ein paar Worte der Würdigung und ein paar Worte zur Vorstellung, und natürlich das Gruppenbild auf der Bühne, und schon ging das Programm weiter. Sehr angenehm.

Ein großer Spaß ist es immer mit der Weinkönigin. Die hat einen Selfiestick, und natürlich möchten alle mit aufs Foto und verrenken sich dafür auch gerne mal.
Für die Zuschauer muss das eine Gaudi sein!

Diesen Sonntag (27.09.2015) ist der große Ernteumzug

, und natürlich werde ich wieder dabei sein.
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