TextLabor königlich vertreten bei Neujahrsempfang der HAV 31.01.2015

Majestät Charlene Wolff, die Hamburger Königin der Texte im Schauspielhaus
 
Gino Leineweber im Gespräch
Hamburg: Schauspielhaus |

Die vermutlich einzige Lesebühne mit eigener Königin

, das TextLabor Bergedorf wird immer bekannter. So war die Königin der Texte Charlene Wolff zum Neujahrsempfang der Hamburger Autorenvereinigung im Marmorsaal des Schauspielhauses eingeladen. Es war ihr zweiter Besuch, und viele erkannten sie wieder.

Während der Neujahrsempfang 2014 unter dem Motto stand, der Literatur im Rahmen der Kultur mehr Gehör zu verschaffen, ging es 2015 um die Verbindung zwischen Theater und Autoren.

Der Vorsitzende der sehr exklusiven Autorenvereinigung Gino Leineweber hielt wieder eine sehr interessante und dynamische Rede, bei der es eine Freude war, zuzuhören. Das gilt auch für den Gastredner Christian Seeler, Intendant des gegenüber gelegenen beliebten Ohnsorg Theaters. So manch ein Redner sollte sich ein Beispiel daran nehmen, wie man durch entsprechende Redeführung und Betonung das Publikum fesseln kann.

Gekommen waren wieder viele Autoren, Verleger, Journalisten und Mitglieder. Einige bekannte Autoren aus dem TextLabor B waren auch anwesend, und natürlich die Königin von Bergedorf, die eine besonders majestätische Begrüßung erfuhr.

Seit dem letzten Jahr ist der Marmorsaal umgestaltet und mit viel Grün ausgestattet worden, dass man sich wie in einem Garten wähnt.

In interessanten Einzelgesprächen hatte ich Gelegenheit, vielen vom TextLabor zu erzählen, entweder, dass es nach dem Tod unserer Gründerin unter meiner Regie weiter aufblüht, oder was es überhaupt ist. Aber das TextLabor ist für viele Hamburger längst ein Begriff.

Ein interessantes Gespräch mit einem Herrn vom Planetarium Hamburg führte zu einem sehr netten Foto.

Mit Herrn Seeler, Intendant des Ohnsorg Theaters unterhielt ich mich eine ganze Weile darüber, dass man heute kaum mehr Charakterdarsteller wie Heidi Kabel oder Henri Vahl findet. Gute Schauspieler gibt es, und auch plattdeutsche Theaterstücke gibt es heutzutage ausreichend, aber ich vermisse solche Charakterdarsteller, die eine ganze Bühne mit ein paar Worten oder Gesten dazu bringen können, den Atem anzuhalten, wie es bei diesen leider schon verstorbenen Originalen der Fall war.

Der Mangel gilt übrigens auch für die Politik. Menschen mit gleichwertigem Charisma sind heutzutage viel seltener als früher. Helmut Schmidt, Herbert Wehner, Franz Joseph Strauß… solche herausragenden, knorrigen, oft kantigen und nicht immer beliebten Charaktere findet man doch nicht mehr. Sie haben sich oft gegenseitig die emotionalsten Dinge an den Kopf geworfen, und das hat Bundestagssitzungen einen Unterhaltungswert gegeben, den ich heutzutage vermisse.

Einer unserer Autoren aus dem TextLabor lebt jetzt in der Schweiz. Ich habe ihm angeboten, dass er uns gerne auch mit Texten in Schwiezerdütsch begeistern darf, aber er hat abgewunken. Für ihn ist Hochdeutsch doch einfacher und für unsere Zuhörer sicher auch.

Am 04. Februar ist übrigens wieder TextLabor B Abend

. Wie immer ab 19:30 Uhr im BeLaMi in der Holtenklinker Straße 26 in Bergedorf. Die Königin gibt sich die Ehre, alle Interessierten einzuladen und wird mit ihrer Moderation gewiss wieder die Herzen der Besucher höher schlagen lassen.
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