TextLabor trifft Eidelstedter Poeten

Der Gründer und Moderator der Eidelstedter Poeten Bilk van Willich eröffnet den Abend
 
Ihre Hoheit Charlene Königin der Texte aus Bergedorf vom TextLabor B bei den Eidelstedter Poeten - royaler Besuch
Hamburg: Bürgerhaus Eidelstedt |

Eidelstedter Poeten feiern einjähriges Bestehen

Wie berichtet, feierte das Bergedorfer TextLabor vor Kurzem sein 3jähriges Bestehen. Dass der Bedarf an solchen Kulturabenden durchaus auch andernorts vorhanden ist, bewiesen am 19.03.2014 die Eidelstedter Poeten mit ihrem 1jährigen Jubiläum.

Vor einem Jahr wagte ein engagierter Eidelstedter, vergleichbare Kulturabende im Eidelstedter Bürgerhaus ins Leben zu rufen. Das Interesse wuchs schnell, und so manche Idee konnte man beim TextLabor abgucken.

So bieten die Eidelstedter Poeten ebenfalls eine Mischung aus Literatur und Musik. Vielleicht eine etwas andere Mixtur, die ja von Autoren und Musikern geprägt wird, die am jeweiligen Abend ihre Werke zum Besten geben. Vielleicht auch nicht ganz so kuschelig wie bei Petra, aber offensichtlich mit Erfolg.

Einjähriges Jubiläum

Ein Jahr Eidelstedter Poeten, das kann man durchaus feiern, und so waren auch Petra Klose vom TextLabor B mit ihrer Königin Charlene dabei und einige bekannte Gesichter, die auch schon in Bergedorf gelesen haben. Volker Pripnow ließ den Raum mit Vampirliedern erbeben, Artur Hermanni begleitete den Abend mit Liedern am Klavier. Petra las nachdenkliche Texte, während die Königin der Texte mit einem humorvollen Märchen ihr Publikum begeisterte.

Überraschungsgast

Die Jüngste und Überraschungsgast des Abends war die elfjährige Jenny Wolff, die spontan ein Liebesgedicht schrieb und es sehr authentisch vortrug. Kurz und knackig.

Bunte Mischung

Der Abend bot abwechslungsreiche Texte unterschiedlichster Couleur. Dazwischen Musik von verschiedenen Künstlern. Der Musikanteil war größer als beim TextLabor üblich. Ich hätte mir die Namen aufschreiben sollen. Jedenfalls gab es zwei Gitarristen. Der eine besang seine Gitarre, der andere, Steve Loki, brachte amerikanische Weisen dar. Er ist ein Perfektionist und schien mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden zu sein. Also mir hat es gefallen. Dabei hätte er sich vielleicht ein Beispiel an dem dritten Gitarristen nehmen sollen, der den Abend mit Sprechgesang zur Gitarre schloss und dabei nicht ganz auf die Begeisterung des Publikums stieß. Dabei sein ist für manchen das Wichtigste. Man kann sich bei solchen Veranstaltungen ausprobieren und daher sind auch die Beiträge mal mehr, mal weniger erfolgreich und das Niveau durchaus unterschiedlich, aber gerade dieser Mix macht die Kulturabende im TextLabor B wie auch bei den Eidelstedter Poeten immer wieder spannend.

Noch mehr Bedarf!

Ein Problem zeigt sich allerdings immer wieder und überall: Es gibt mehr Bedarf an Bühnenzeit als die Veranstaltungen abdecken. Wie gerne würden die Autoren 20 Minuten und länger lesen! Aber nach eineinhalb Stunden ist die Konzentration des Publikums verbraucht – und es gibt so viele, die gerne ihre eigenen Texte vortragen wollen. Also: da ist noch Bedarf an offenen Lesebühnen.

Engagement

Wie gut, dass Menschen wie Isabelle Vértes-Schütter, die Hamburger Autorenvereinigung oder die Königin vom TextLabor Bergedorf sich auf die Fahne geschrieben haben, der Literatur als oft unterbewerteten Teil der Hamburger Kultur mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu verschaffen!
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