Verrückte Flugobjekte in Parey, Sachsen-Anhalt

 
Ein Geschenk zum 10.
Elbe-Parey: Elbe-Parey |

Wo liegt das Erlebnisdorf Elbe-Parey?

Gute 3 Autostunden von Bergerdorf Richtung Osten entfernt liegt das Städtchen. In Google muss man nach Elbe-Parey suchen. Wenn man aber erst danach suchen muss, was gibt es dann dort Besonderes?

Seit 10 Jahren DIE Attraktion

Ist die Flugshow-Gaudi zum Elbauenfest. Auen sind die grünen Wiesen entlang von Wasserarmen und in Parey eben die Auen entlang der Elbe und ihrer Nebenarme. Einmal im Jahr veranstaltet der Ort dieses Fest, und neben Rummel, Live Musik und Tanz ist die Hauptattraktion dieser Wettbewerb. In den vergangenen 9 Jahren sind insgesamt 92 "Piloten" gestartet.

Merkwürdige Fluggeräte

Der Name ist hier wirklich Programm. Es geht darum, das ausgefallenste Flugobjekt möglichst weit fliegen und möglichst heil in der Elbe landen zu lassen. Die Regeln beschränken nur die Größe auf maximal 4x4m. Je abgefahrener die Show und die Idee ist, desto besser.

Flugshow-Gaudi 2014

Das Elbauenfest 2014 wurde vom 08.-10.08.2014 gefeiert. Der Flugwettbewerb war der Höhepunkt am Sonntag, 10.08.

Am Start

An den Start gehen bewährte und neue Teams. Meist präsentieren sie zunächst eine Show, die sehr unterschiedlich ausfällt. Ein Team schiebt ein Geburtstagsgeschenk auf die Rampe. Das Team ist von Anfang an dabei gewesen und feiert sein 10 jähriges Jubiläum. Ein Geschenk zur 10. Pareyer Flugshow-Gaudi ist da wohl angemessen. Nach der entsprechenden Ankündigung rollt das Geschenk die Rampe runter und fliegt im Bogen in den Elbarm. Schwimmer vom DLRG, Taucher und ein Schlauchboot sind schon bereit und "retten" Geschenk und Pilot.

Zwischen den einzelnen Flugteams stellen sich die angereisten Königinnensich im Interview vor. Sie geben dem Fest einen hoheitlichen Glanz und gehören seit eh und je dazu.

Die Prothese

Ein Fuß rollt auf die Bühne. Zwerge in weißen Overalls mit spitzen rosa Mützen schieben ihn. Der Moderator interviewt sie. Es sind Männer, die mit Prothesen zu tun haben und diese Riesenprothese gebaut haben. Meist sind die Teams das ganze Jahr damit beschäftigt, ihr Fluggerät zu bauen, und nur manchmal ist es vorher getestet worden. Ein sehr originelles Gefährt. Das Styropor wird sicher schwimmen, aber ob es den Flug übersteht? Die Zuschauer fiebern mit. Die Jury sitzt auf dem Floßschiff, von wo man den Flug gut beobachten kann. Die Flugshow ist gut besucht. Überall am Ufer reihen sich die Zuschauer auf.

Dann erfolgt der Start. Der Fuß rollt die Rampe hinunter und verschwindet über die Kante aus meinem Blickfeld.

Als er aus dem Wasser gezogen wird, hat er 2 Zehen weniger. Die schwimmen daneben und werden wieder eingefangen.

Die Baumblütenkönigin aus Werder ist auf der Bühne und erzählt von ihrer Heimat, während sich schon eine Gruppe Römer formiert.

Sie haben ein trojanisches Pferd aus Pappe gebaut, mit dem sie in die Elbe fliegen wollen.

Es wird eine theatralische Show mit Trommel, Fahne und rotem Rauch, mit Römerinnen und den römischen Kämpfern in ihren leuchtend roten Roben.
Eindrucksvoll!

Das trojanische Pferd landet in der Elbe. Vielleicht hätten sie einen Pegasus bauen sollen, der sich über die Elbe erhebt.

Nun schieben ein paar Mädels ein Tanzpärchen auf die Rampe. Laute Musik ertönt, und sie führen einen wilden Tanz auf, bevor auch dieses originelle Flugobjekt in die Elbe saust.

Die Vorstellung geht weiter. Zwischendurch wird immer wieder eine der zahlreichen Hoheiten vorgestellt. Sie sind so zahlreich erschienen, dass gar nicht alle Gelegenheit kriegen, sich auf der Bühne vorzustellen.

Besonders schön finde ichdas nächste Flugobjekt, einen Schmetterling. Mit seinen großen Rädern wird er auf der Rampe sicher viel Schwung bekommen und weit fliegen. Relativ unbeschadet landet er in der Elbe.


Dann dürfen wir auf die Bühne. Ich erzähle von Hamburg, vom TextLabor, und meine Tochter Jenny freut sich, als Prinzessin dabei sein zu dürfen.
Von der Bühne aus überblickt man den ganzen Platz und auch die Rampe zur Elbe. Das Fest ist gut besucht.

Die Jury sitzt auf dem Floßschiff, von wo sie den Flug beurteilen und die Weite feststellen kann.

Das nächste Flugobjekt hat mir der Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien zu tun. Das Logo bildet den Boden, darauf ein Tor und ein Fußball in den Deutschen Nationalfarben. Nachdem es ausgiebig gezeigt und erklärt wurde, rollt es die Rampe hinunter. Ich ärgere mich über meine Kamera, die einfach erst auslöst, als der Flieger schon weg ist.

Das "mobile Einsatzkommando" bietet eine jazzige Musikeinlage.

Ein paar Hoheiten haben sich etwas zu essen geholt.

Eigentlich nicht nötig, denn das nächste Flugobjekt ist ein riesiges Stück Torte.
Mir gelingt ein spektakulärer Schnappschuss.

Die Torte wird gerettet.

Nicht alle Flugobjekte konnte ich gut mit der Kamera einfangen. Nur noch den Trecker, der einen sehr guten Flug hingelegt hat, so dass die Pilotin im Dirndl gar nicht nass geworden ist.

Fazit

Mir hat es gefallen. Ein solches Spektakel habe ich noch nirgends erlebt. Die Pareyer mit allen, die das Fest organisiert haben und ihrer Elbauenkönigin Constanze Böhm haben es bestens organisiert, und falls ich nächstes Jahr wieder eingeladen werde, fahre ich gerne wieder hin.

Über den Rest des Festes werde ichin einem anderen Artikel berichten, denn darüber gibt es auch einiges zu erzählen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.