Königin der Texte

Eine Königin - noch bevor sie eine wurde 2012
 
Senatsempfang der Königinnen im Hamburger Rathaus 2013
Queen Elisabeth ist wohl DIE Königin unserer Zeit. An die Regierung gekommen in schwierigen Zeiten und sehr jungen Jahren hat sie sich immer durch weltmännische Weitsicht und Menschlichkeit ausgezeichnet. Skandale hat sie sich selber nie geleistet, auch wenn sie sie in ihrer Familie nicht verhindern konnte. Ihre weltweite Popularität hat sie nicht von ungefähr. Sie lebt das Amt der Königin von England. Inzwischen ist sie stattliche 89 Jahre alt und ist damit nicht nur die älteste amtierende Monarchin der Welt, sondern auch diejenige mit der längsten Regentschaft der Welt.

Dagegen ist die Königin der Texte aus Hamburg vom TextLabor Bergedorf eine Newcomerin. Ihr Amt setzt keine adeligen Wurzeln voraus, und sie regiert nicht über ein Weltreich. Der Titel "Königin der Texte" ist ein Ehrenamt, das von Charlene Wolff mit viel Leidenschaft ausgefüllt wird. Irgendwie ist sie eine Kulturbotschafterin und eine Königin der Herzen.

Als 2012 dieses Foto entstand, war davon noch gar nichts abzusehen. Aber dann entwickelten sich die Dinge schnell. Mit dem Königinnentag in Hamburg/Bergedorf/Vierlanden begann eine traumhafte Geschichte. Gekrönt im TextLabor Bergedorf ist sie seitdem bundesweit in der Gemeinschaft der Ehrenhoheiten angesehen und beliebt.

Beim Senatsempfang im Hamburger Rathaus war sie dabei, auf zahllosen Hoheitentreffen ist sie ein gern gesehener Gast, die Leitung des TextLabors hat sie seit dem Tod der Gründerin Petra Klose weitgehend übernommen, und überhaupt ist sie eine der präsentesten Hoheiten in Deutschland.

Ihre Webseite in mehreren Sprachen berichtet illustriert von ihren Aktivitäten. Weit über hundert Artikel aus ihrer Feder findet man im Netz und ständig kommen neue dazu. Meist erscheinen sie bereits kurz nach ihren Auftritten.
Gelegentlich gibt es auch eine Videoreportage direkt von der Hamburger Königin. 

Charlene Wolff ist durchaus eine Königin des Volkes. Sie liebt die Gespräche mit der Bevölkerung auch in den abgelegensten Orten, und die Menschen lieben sie für ihren Charme und die Freude und Leidenschaft, die sie ausstrahlt. Der Königin der Texte kann man auch Wünsche anvertrauen wie diese Dame in Erfurt: "können Sie den Leuten im Fernsehen bitte sagen, dass sie dafür sorgen sollen, dass im Fernsehen nicht so viel 'äh' gesagt wird!"

Auch wenn die Königin der Texte von den entscheidenden Leuten noch nicht gehört wird, hat sie diesen Wunsch zumindest im Netz an die Öffentlichkeit weiter gegeben.
Sie ist eine Königin mit Humor, die sich auch nicht zu schade ist, mal jemanden auf den Arm zu nehmen oder sich selbst auf den Arm nehmen zu lassen.

Mit dem TextLabor Bergedorf bietet sie in der Region eine offene Lesebühne für alle, die Selbstgeschriebenes mal vortragen möchten, ein Raum für Experimente mit Worten und Texten.

"Die wahrscheinlich einzige offene Lesebühne mit eigener Königin" schreibt sie schmunzelnd. Dabei ist die Hauptsache die Kreativität jedes einzelnen Beitragenden. Die Königin sorgt als Symbolfigur für mehr Popularität und Nachwuchs an Zuhörern und Autoren, denn der kann nie schaden, und sie moderiert die Kulturabende mit Literatur und Musik.

Eine unkonventionelle Königin ist Charlene Wolff schon. Sie baut Brücken, überschreitet Grenzen, reißt Mauern ein und verbindet Menschen und Regionen auf eine liebenswerte Art und Weise, die nur selten unverstanden bleibt.

Gerne hätte sie auch das Amt der Hamburger Kirschkönigin angenommen, die Brücke zu anderen Nationen und Kulturen geschaffen. Aber vielleicht hätte dieses Amt sie in ungewohnter Weise eingeschränkt, denn die Präsenz der neuen Kirschblütenkönigin, die u. a. Hamburg in Japan repräsentieren soll, ist im Netz so gut wie unsichtbar.
Asiatische Zurückhaltung? Ich glaube kaum. Eine Königin, von der keiner weiß? Wozu dann? Charlene zumindest glaubt, eine Königin muss greifbar, muss sichtbar sein, muss in der Öffentlichkeit stehen, am besten makellos und würdig wie Queen Elisabeth. Sie darf sich nicht abgehoben in höheren Sphären bewegen sondern gehört zu ihrem "Volk". Daran könnte sich so mancher Politiker ein Beispiel nehmen.

Deshalb steht sie ganz vorne auf den Bühnen der Republik und jeder darf sie ansprechen. Und wer die Königin der Texte noch nicht kennengelernt hat, kann am ersten Mittwoch im Monat ins TextLabor kommen, persönlich mit ihr sprechen ohne erst um Audienz zu bitten und kann auch eine Autogrammkarte von ihr bekommen.

Die Königin ist für alle da.

So muss es sein, und nur so funktioniert es.
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