Meine Meinung - Smartmeter

8 Euro im Jahr

will die Regierung also von uns kassieren, damit unsere Stromzähler "smart" werden. Die schöne neue Welt also bald in unseren Wohnungen?

Milchmädchenrechnung

Ich ärgere mich jedes Mal, wenn mir von irgend welchen Idioten vorgerechnet wird, dass ich 40 Prozent Strom sparen könnte, wenn ich bei mir alle Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen würde.
Leute! Zählt doch mal nach! Wo habe ICH denn bitteschön noch echte Glühbirnen? Die beiden Energiesparlampen, die ich noch nicht gegen LEDs ausgetauscht habe, müssen bleiben, bis die LED Lampen der passenden Größe hell genug und gleichzeitig bezahlbar genug sind. Glühbirnen – Fehlanzeige! Selbst mein Kühlschrank wird von einer LED beleuchtet.

Smartmeter bezahlen, die wir nicht kriegen

Nun will man uns also vorschreiben, wir sollten Smartmeter bezahlen, die uns als Endverbraucher überhaupt nichts nützen. Wir wissen doch selber, welches Gerät alt ist und viel Strom frisst. Die Waschmaschine von vor fünf Jahren zum Beispiel. Sie hat 500 € gekostet und hält bestimmt noch weitere fünf Jahre. Warum soll ich sie vorzeitig entsorgen, um eine neue zu kaufen, die vielleicht ein Viertel weniger Strom verbraucht? Die Anschaffung ist viel teurer als die Stromeinsparung in diesen fünf Jahren sein kann. Außerdem haben wir das Abfallproblem. Umweltschutz – Fehlanzeige!

Strom verbrauchen, wenn viel da ist

Das Smartmeter soll uns dazu bringen, Strom dann zu verbrauchen, wenn am meisten vorhanden ist. Ja Scheiße! Wie soll ich denn die Spülmaschine zu einer Zeit anmachen, wenn viel Strom da ist, ich aber auf der Arbeit unterwegs bin, statt dann wenn sie voll ist und ich Geschirr brauche?
Mein Computer frisst zugegebener Maßen viel Strom, aber nie wird beim Kauf angegeben, welches Gerät wie viel Strom schluckt! Soll ich ihn künftig nur noch einschalten, wenn die Sonne gleißend scheint und die Solarzellen Strom liefern? Das ist doch realitätsfremd.
Genauso das Fernsehen... Man hat uns versprochen, die neuen Flachbildschirme brauchen weniger Strom. Nun sind sie aber viel größer und brauchen eher mehr Strom als die alten Röhrengeräte. Das Fernsehprogramm ist eh schon lausig. Dann sollen die doch die wenigen interessanten Sendungen auf die Zeit legen, wo viel Strom da ist. Im Sommer mittags bei praller Sonne (für Solarstrom) oder bei Orkan (für Windräder). Da können die sich in jeden Sender EIN Smartmeter hinstellen, wofür sollen wir jeder eins kriegen?

Lasse ich mir mein Leben vom Stromanbieter diktieren?

Warum soll ich mein Leben an das Stromangebot anpassen? Kleidung waschen, wenn gerade viel Strom da ist, statt wenn ich keine saubere Wäsche mehr im Schrank habe?
Ich kann auch nicht nur dann kochen und backen, wenn es an der Nordsee stürmt. Mein Hunger lässt sich nicht von einem Smartmeter vorschreiben, wann ich ihn kriege.
Staubsaugen kann ich auch nicht nachts um 11, wenn viel Strom da ist. Da würde ich bald aus meiner Wohnung rausfliegen.

Sauer

Einzig die Heizung – aber das ist Unsinn, die läuft sowieso mit Nachtstrom. Alles Dummfug also. Smart ist alleine der Nutzen für Stromkonzerne und Überwacher, die uns ohnehin schon genügend abzocken. Das Ganze macht für uns Verbraucher überhaupt keinen Sinn. Anders wäre es, wenn die Waschmaschine – aber auch nur wenn es gerade in mein Leben passt – selber Smart wäre und vielleicht auch der Kühlschrank, aber ich glaube, dann würde mir die Milch sauer.

Über die acht Euro, die sie von uns haben wollen hingegen bin ich sauer.

Smartmeter für die NSA?

Vielleicht steckt die NSA dahinter. Da sie ja das Telefon der Kanzlerin nicht mehr abhören soll, freut sie sich vielleicht schon darauf, bald schon den exakten Stromverbrauch jedes deutschen Haushaltes live abhören zu können. Dann wird sie feststellen, dass es auch Haushalte gibt, die auf die teuren Energiespar- und LED-Funzeln pfeifen und entgegen aller Parolen auch in Zukunft die guten alten Glühbirnen benutzen werden. Sie drücken vielleicht sogar mit ihrem höheren Verbrauch die Stromkosten, und sie kurbeln mit ihrem Geld die Wirtschaft an. Lasst sie doch!

Weniger Verbrauch = höhere Kosten

Wir erinnern uns: als wir noch doppelt so viel Müll produziert haben, kostete die Abfuhr viel weniger; als wir den Wasserverbrauch gesenkt haben, wurde die Wasserrechnung plötzlich höher.

Eigentlich auch seltsam: als die Autos noch doppelt soviel Sprit verbraucht haben, haben sie nur die Hälfte gekostet und auch die Tankrechnung war nicht mal halb so teuer wie heute, aber das ist wohl eine andere Geschichte.

Sehr fragwürdig

Es ist eine genauso widersprüchliche Sache wie die mit dem Rauchen. Der Staat kassiert umso mehr Geld, je mehr geraucht wird. Deshalb setzt er sich nur halbherzig dafür ein, dass weniger geraucht wird.
Beim Stromsparen will man uns nun auch noch überwachen, statt sich etwas auszudenken, was wirklich der Umwelt hilft. Smartmeter zu haben, bedeutet, alle alten Stromzähler auf den Müll zu werfen, neue zu produzieren, und beides bedeutet Umweltbelastung. Das alles nur, damit die Stromkonzerne uns zu jeder Sekunde überwachen können, ob wir unsere Kaffeemaschine auch rechtzeitig wieder ausgeschaltet haben.

72 € für die Anschaffung

Wenn tatsächlich ein Smartmeter eingebaut wird, will man uns mit weiteren 72 € belasten. Hat eigentlich schon mal jemand ausgerechnet, wie viel Strom wir für 72 € kriegen können? Mein Haushalt hätte dafür 6 Wochen lang Strom.

Fazit

Smartmeter – extrem fragwürdig – das brauche ich nicht!
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1 Kommentar
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Ger Win aus Neuallermöhe | 11.12.2013 | 22:41  
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