Pfingstmontag

Ausflüge für ältere Herrschaften, die nicht mehr gut zu Fuß sind, sind nicht so einfach zu organisieren
Der PfingstSONNtag hatte seinem Namen alle Ehre gemacht. Ein Grund mehr, den Pfingstmontag für einen Ausflug zu nutzen. Pfingstmontag ist bundesweiter Mühlentag. Gemeint sind damit nicht die unzähligen Windräder, die überall wie Spargel aus dem Boden schießen, sondern die historischen Mühlen, von denen es auch noch eine ansehnliche Zahl gibt.

Selbst mitten in Bergedorf steht noch eine Windmühle, und dann gibt es Hannemanns Mühle in Reinbek, die Glinder Wassermühle, die Braaker Mühle… alle nicht weit von zu Hause entfernt. Manche davon funktionieren noch, andere sind einfach nur stumme Zeitzeugen. Wenn sich die Flügel einer Windmühle drehen, dann ist das ein Grund zur Freude – selbst wenn ein Motor dafür sorgt statt Windkraft.

Ein etwas schwieriges Unterfangen ist es, eine Mühle zu finden, die altersgerecht ist. Pfingstmontag bietet sich zu einem Familienausflug an, und die Eltern sind schon alt und nicht mehr sehr so beweglich. Holperpflaster geht ja gerade noch mit dem Krückstock, aber spätestens beim Treppensteigen wird es problematisch. Sollen die alten Leute besser im Kämmerlein vor sich hin vegetieren und fernsehen? Nein, auch sie haben ein Recht auf einen Pfingstausflug. Mir fiel die Mühle in Bardowick ein, die man ohne Treppensteigen von außen besuchen kann.

Rund um die Bardowicker Mühle gab es einen Mühlenmarkt. Direkt vor der Einfahrt kann man mit dem Auto anhalten und aussteigen lassen. Trotz Wolken war gut was los, die Flügel der Mühle drehten sich, und es fand sich auch ein Sitzplatz mit Blick auf das historische Bauwerk.

Die aus Holz gefertigten Getriebe in den Mühlen aus vergangenen Jahrhunderten beeindrucken immer wieder, und so kann man sich gerne alle Jahr einmal zur Mühlenbesichtigung in die Schlange stellen. In Bardowick ist noch eine funktionsfähige Mühle zu besichtigen.

Wer noch mehr über die Mühle und andere entlang der Mühlenstraße erfahren wollte, konnte sich am Infostand des Mühlenvereins von Claas-Tido Mundhenke aufklären lassen.

Aber so unglaublich bequem war es für meine leider nicht mehr so fitten Eltern auf Dauer doch nicht. Und so machten wir uns wieder auf den Weg, noch etwas Sehenswertes zu finden. Ein Ausflug ins "Blaue".

In Lauenburg wurden wir mit dem Hotel-Restaurant Bellevue fündig. Ohne die Hinweisschilder, an denen wir zuerst vorbeigefahren waren, hätten wir nie hingefunden und nicht einmal gewusst, dass es hier einen so fantastischen Elbblick gibt.

Im Restaurant ließen wir uns verwöhnen und genossen den fantastischen Blick auf die Schiffe, die die Elbe hinauf und hinab schipperten. Ein Geheimtipp für Ausflügler und geeignet für Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind. Das Essen war gut, die Bedienung nett und die Aussicht bombastisch.

Hier auf dem Oberlauf der Elbe sieht man keine Kreuzfahrtgiganten fahren, aber es gibt durchaus was zu sehen für die, die es gerne lang, klein, originell oder historisch möchten.

Pfingstmontag – ein gelungener Ausflug mit den Eltern

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