Der Horror der Buchsbaumbesitzer

Bedingt durch die Globalisierung kommt es in der heutigen Zeit immer öfter vor, dass sich Pflanzenarten und Tiere durch den Warentransport über die ganze Welt verbreiten. Dass dies nicht immer positiv für die heimischen Ökosysteme ist dürfte jedem klar sein. Ein perfektes Beispiel für eine solche Verbreitung ist der Buchsbaumzünsler. Dieser Schädling wurde vermutlich im Jahr 2006 nach Deutschland per Containerschiff eingeschleppt. Eigentlich stammt der Buchsbaumzünsler aus Ostasien, daher war man zunächst verwundert, als man den Schädling in den hießigen Gefilden antraf. Jedoch fiel schnell auf, dass die ersten Befallsherde durch den Buchsbaumzünsler stets in der Nähe von Binnenhäfen am Rhein lagen. Daher lag der Schluss nahe, dass der Schädling per Containerschiff eingeschleppt wurde.

So wird der Buchsbaumzünsler erfolgreich bekämpft

Das schwierige bei der Bekämpfung des Buchsbaumzünslers ist der Umstand, dass er hierzulande keine natürlichen Feinde hat. So würgen Vögel beispielsweise den Schädling wieder aus. Auch ist war zu Beginn des Befalls wenig über die Lebensart der Buchsbaumzünslers bekannt. Mittlerweile hat man jedoch verschiedene Mittel gegen den Buchsbaumzünsler erfolgreich eingesetzt. Dazu zählt unter anderem das sogenannte Bacillus thuringiensis. Dieses biologische Insektizid ist ein Bakterium, dass die Buchsbaumzünsler angreift. Dieses Insektizid eignet sich nicht nur hervorragend zur Bekämpfung des Schädlings, sondern ist auch deswegen zu empfehlen, weil es nicht giftig für Nutztiere wie z.B. Bienen ist. Ein anderes Bekämpfungsmittel welches erfolgreich gegen den Schädling erprobt wurde, ist Thiacloprid. Jedoch hat dieses chemische Insektizid den Nachteil, dass es auch giftig für Nutztiere wie Bienen ist und daher ganze Ökosysteme beeinträchtigen kann. Eine weitere erfolgreiche Bekämpfungsmethode wird von den Bauern in Asien angewandt. Diese verwenden Niemöl zur Bekämpfung des Schädlings. Wer sich näher über die Bekämpfungsmittel gegen den Buchsbaumzünsler informieren möchte, kann hier mehr erfahren.

Bei Befall ist schnelles Handeln erforderlich

Besonders die schnelle Verbreitung des Buchsbaumzünslers und das große Ausmaß an Schaden machen eine umgehende Bekämpfung des Schädlings erforderlich. Zu eine sinnvollen Bekämpfung gehört natürlich eine regelmäßige Kontrolle der Buchsbäume in den betroffenen Gebieten. Nur durch eine frühzeitige Erkennung des Befalls, können Bekämpfungsmaßnahmen sinnvoll eingeleitet werden. Befallene Buchsbäume erkennt man daran, dass diese gelblich beige aussehen und meist komplett kahl gefressen wurden. Einige Buchsbäume wurden auch komplett von den Raupen eingespinnt. Ist ein Befall erkannt, so muss sofort gehandelt werden. Handelt es sich um einen kleinen Befall, kann man zunächst versuchen die Schädlinge einzeln per Hand oder per Hochdruckstrahler aus den Bäumen zu befördern. Diese müssen anschließend unbedingt vernichtet werden. Ist der Befall großflächiger, wird man vermutlich nicht um den Einsatz von Insektizide herumkommen. Diese sollte am besten ebenfalls mit Hochdruck bis in das Innere der Buchsbäume gespritzt werden um wirklich jeden Winkel des Baumes zu erreichen.
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