Angeln im Winter - So gelingt Ihnen der Fang

Das Angeln im Winter bietet neue Herausforderungen, die Sie überlisten können. (Foto: oldiefan / pixabay.com)
Zwischen Januar und Februar sind selbst passionierte Angler nur selten am Wasser unterwegs. Dabei bietet die kalte Jahreszeit gute Chancen auf kapitale Fänge. Es ist gut zu wissen, wie sich die Fische verhalten, wie das Wetter mitspielt und welche Köder für die Fische attraktiv genug sind. Im folgenden Artikel zeige ich Ihnen, wie das Angeln im Winter erfolgreich gelingt.

Welche Fische sind aktiv?

Im Grunde genommen sind alle Fische aktiv, nur die Art wie aktiv sie sind unterscheidet sich. Friedfische, wie Karpfen und Schleie, finden sich in Schwärme zusammen. Raubfische, wie Hecht und Barsch, sind deutlich häufiger auf Nahrungssuche. Wir wissen: Der Hecht benötigt im Sommer knapp 48 Stunden, um seine Nahrung zu verdauen bis er wieder auf Beutezug geht. Im Winter kann die Verdauung bis zu eine Woche lang dauern, was den passionierten Angler ins Grübeln bringt, ob er sich ans Wasser wagen soll. Ich sage „Ja traut euch“. Denn insbesondere der Winter bietet gute Chancen auf kapitale Hechtdamen. Dazu benötigt ihr neben einer passenden Angelausrüstung und Bekleidung, auch geeignete Köder. Aber auch den Karpfen könnt im Winter aus seinem Versteck locken. Hier spielt der Köder eine wesentliche Rolle.

Ideale Anlaufstellen für Angler

Insbesondere im Winter stellen sich passionierte Angler oft die Frage, wo sich die guten Angelstellen befinden. Berücksichtigen wir die Anatomie der Fische und die Wetterbedingungen im Winter, ist uns schnell klar, dass die meisten Fische an folgenden Gewässerabschnitten anzutreffen sind:

  1. Einläufe und Außenkurven: In tiefen Einläufen und Außenkurven gefriert das Wasser nicht so schnell, wie bei flacheren Wasserregionen. Hier sind die Chancen gut, um die Rute auszuwerfen und den Köder langsam Bewegung einzuhauchen.
  2. Warmwassereinläufe: Hier ist der Stoffwechsel der Fische deutlich höher angekurbelt, als die von Fischen in kälteren Wasserabschnitten. Dasselbe gilt für tiefere Wasserregionen, wo die Wärme aus der warmen Jahreszeit gespeichert ist. Auch hier sind die Fische deutlich aktiver.

Es kann durchaus mal vorkommen, dass Fische auch außerhalb der genannten Angelstellen gut beißen. Die Natur ist eben unberechenbar und so auch die Fische, die im Winter sehr gefräßig sein können. Ausnahmen machen die Regel.

Das A und O: Der Köder

Eine Angelstelle und das Wetter können noch so gut sein - wenn der Köder nicht stimmt, dann beißt nur selten ein Fisch. In der kalten Jahreszeit spielt sowohl der Köder als auch die Köderführung eine wesentliche Rolle. Welche Köder sind im Winter nun ideal? Die Frage lässt sich ganz einfach beantworten. Wir wissen: Im Winter sind die Fische träge, schwimmen langsamer und gehen seltener auf Nahrungssuche. Das bedeutet, dass der Köder etwas Besonderes sein sollte und man diesen langsam durch das Wasser führt. „Etwas Besonderes“ sind große Kunstköder, die mit ihrer Körperform für verführerische Bewegungen sorgen. Unter dem großen Angebot an Kunstködern finden sich Twister, Jerkbait, Blinker, Wobbler und verschiedene Gummifische wieder. Meine persönlichen Favoriten sind Gummifische und Wobbler. Mit zusätzlichen Düften lockt ihr euren Zielfisch an den Haken.

Warm anziehen ist angesagt

Auch dieses Jahr präsentiert sich der Winter zu mal als frische, aber auch sehr kalte Jahreszeit. Vor allem Angler merken schnell, dass langes Sitzen bitter sein kann, wenn die Kleidung nicht an die Wetterbedingungen angepasst ist. Ideal für den Winter ausgelegt, ist das sogenannte Zwiebelprinzip. Bei dem gehen Sie wie folgt vor:

  • Erste Schicht: Die besteht aus Funktionswäsche, die wie eine zweite Haut sitzt und zugleich den Schweiß nach außen trägt, aber wasserabweisend ist.
  • Zweite Schicht: Fleecepullover und eine dickere Hose sind ideal. Das Fleece ist leicht und funktionell, sodass diese Ihre Körpermitte warm hält.
  • Dritte Schicht: Bei klirrender Kälte und verregneten Tagen sind Thermoanzüge, die wasserabweisend und wärmespendend sind, ideal.
  • Vierte Schicht: Füße, Hände, Hals, Kopf und Ohren sollten Sie ebenso warm halten. Thermo oder Neoprenbekleidung mit Innenfleece spenden Wärme und lassen keine Kälte und Feuchtigkeit durch.

Wenn Sie dieses Prinzip beherzigen, können Sie mehrere Angelstunden angenehm am Wasser verbringen. Mein persönlicher Tipp: Nehmen Sie sich warme Getränke mit und eventuell einen Taschenwärmer - das wärmt zusätzlich.

Fazit

Das Angeln im Winter bietet neue Herausforderungen für Angler. Sie müssen kalten Temperaturen trotzen und neue Köderführungen testen, um den Fisch auf den Köder aufmerksam zu machen. An warmen Wasserstellen - meist in der Tiefe oder an Warmwassereinläufe - sind kapitale Fische oft anzutreffen. Mit großen und auffälligen Ködern können Sie sogar eine kapitale Hechtdame überlisten. Dazu sollte auch die Angelbekleidung gut ausgewählt sein. Hier hat sich das Zwiebelprinzip bewährt.
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