Was muss man vor dem Kauf einer Festplatte beachten?

Wer kann sich schon noch an die Zeiten erinnern, als Daten auf Disketten gespeichert wurden?

Die neuere Generation hat das irgendwo „schon mal gehört“. Aber allein die Tatsache, dass sich auf aktuellen Festplattenmodelle bis zu eine Millionen mal mehr Daten speichern lassen, als auf einer winzigen 1,44 Megabyte großen 3,5 Zoll-Diskette ist schon ein Quantensprung.

Festplatte hin oder her – es gibt durchaus einige Unterschiede und Qualitätsmerkmale, auf die man beim Festplattenkauf achten sollte. Denn nicht alle Festplatten sind gleich und schon gar nicht – gleich gut.

Wie finde ich die beste Festplatte für mich?

Zunächst einmal sollte sich der potentielle Käufer darüber im Klaren werden, für was er die Festplatte nutzen möchte. Die meisten Anwender werden wohl den klassischen Desktop-Rechner verwenden und benötigen somit einen 3,5 Zoll großen Datenträger.

Es kann aus verschiedenen Größen zwischen 320 Gigabyte (schnelle SSD Festplatte) und 6 TB (Terrabyte = 6.000 Gigabyte = 6.000.000 Megabyte) gewählt werden. Hinzu kommt, dass diese Festplatten verschiedene Anschlussarten haben, ob per USB als mobile Festplatte für das Notebook oder per SATA/eSATA als interne Festplatte für den Desktoprechner – das bleibt am Ende den Bedürfnissen des Anwenders überlassen.

Welche Kriterien sind entscheidend?

Entscheidend sind die Zugriffszeiten, die sich zwischen 12 und 14 Millisekunden bewegen sollten und die maximalen Umdrehungszahlen, die sich zwischen 5.400 und 7.200 U/min eingependelt haben. Je geringer die Zugriffszeit und je höher die Umdrehungszahlen der Magnetscheibe unter dem Schreib-/Lesekopf der Festplatte desto besser für den Anwender. Denn dann kann die Festplatte schnell arbeiten.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der interne Cache – der Zwischenspeicher. Je höher dieser ist (aktuell um die 64 MB) desto mehr Daten kann der Datenträger für die Kurzzeitspeicherung von Daten auslagern und blitzschnell darauf zurückgreifen.

Die Preise der Festplatten bewegen sich zwischen 50 und mehr als 200 Euro für eine gute Festplatte. Es kommt ganz auf die Qualitäts- und Leistungsansprüche des Nutzer an. Aber generell sollte man an diesem wichtigen Speichermedium eher nicht am Geld sparen, da dies zu Lasten der Leistung oder Qualität geht. Immerhin wird die Festplatte kontinuierlich genutzt und somit belastet. Werden minderwertig Bauteile bei der Herstellung verwendet, kann es schnell einmal passieren, dass die Festplatte defekte Sektoren aufweist oder gar komplett ausfällt.

Das kann durchaus zu einen Problem werden, wenn keine Sicherheitskopie (BACKUP) der wichtigen Daten und Dokumente angelegt wurde.

Aus diesem Grund lieber etwas mehr Geld investieren – so zwischen 80 und 150 Euro für eine gute Festplatte mit vernünftigen Werten und einen möglichst bekannten und gut getesteten Hersteller – als irgendwann ohne Daten da zu stehen, nur weil man ein paar Euro sparen wollte.

Schlusswort

Grundsätzlich sollte sich jeder Festplattenkäufer im Vorfeld eingehend in Testberichten anerkannter Medien wie CHIP oder PC WELT informieren. Diese bieten umfangreiche Übersichten, anhand derer jeder Käufer die Vor- und Nachteile einer Festplatte abschätzen kann.
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