Kreuzweg für die Rechte der Flüchtlinge

Am Karfreitag trafen sich Christen verschiedener Konfessionen vor der Davidwache auf St. Pauli zum diesjährigen Kreuzweg unter dem Motto "Schaffe mir Recht - Flüchtlingsschutz ist Menschenrechtsarbeit". Eingeladen hatten "Brot und Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft", "Brücke - Ökumenisches Forum HafenCity" und weitere kirchliche Organisationen.
Auf dem Weg über insgesamt sieben Stationen ging es darum, von den Ängsten und Nöten der Flüchtlinge und von Hoffnung und Solidarität zu hören. Die Organisatoren fordern von der Politik unter anderem, Flüchtlingsrechte als Menschenrechte und nicht als Gnadenakt zu verstehen, Menschen mit EU-Arbeitserlaubnis auch in Deutschland arbeiten zu lassen, Menschen ohne Papiere eine geregelte Gesundheitsversorgung zukommen zu lassen und allen Kindern den Schulbesuch in Deutschland zu ermöglichen.

Um eine besondere Personengruppe ging es am Störtebeker-Denkmal: Die Piraten aus Somalia, die nicht als Flüchtlinge, sondern als Gefangene nach Deutschland gekommen sind. Ein Mitglied der Unterstützergruppe berichtete von den erschwerten Bedingungen beim Prozess und den ungewöhnlichen Beweggründen der Piraten für ihre Taten. So ging es einem der Piraten darum, mit dem Geld sein Kind freizukaufen, dass sein Lebensmittelhändler als Pfand für offene Schulden gefangen genommen hatte. Als Fischer habe er nichts mehr verdienen können, da die großen Fischtrawler aus Europa, China und Russland ihm die Fische weggefangen hätten. Mehr dazu und wie das Kind mit Hilfe der deutschen Unterstützergruppe inzwischen freigekauft werden konnte finden Sie unter: http://reclaim-the-seas.blogspot.com
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