Bergedorfer Christen protestieren gegen Todesstrafe für iranischen Pastor

Demonstration gegen Todesstrafe
Update 09.09.2012: Pastor Nadarkhani wurde nach Angaben der IGFM freigelassen, der jahrelange Protest war damit erfolgreich!
Am 16. September 2011 protestierten Christen aus verschiedenen Bergedorfer Kirchengemeinden zusammen mit 500 weiteren Demonstranten vor dem Generalkonsulat der islamischen Republik Iran in Hamburg gegen die Verhängung der Todesstrafe gegen Pastor Youcef Nadarkhani. Pastor Nadarkhani wird der "Abfall vom islamischen Glauben" und die "Verbreitung nichtislamischer Lehre" vorgeworfen. Redner auf der von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) veranstalteten Demonstration betonten, dass die Demonstration sich nicht gegen die islamische Republik des Iran richte, sondern allein gegen die Missachtung der Menschenrechte durch die Einschränkung der Religionsfreiheit und die Verhängung der Todesstrafe. Pastor Nadarkhani wurde am 22. September 2010 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde vom Obersten Gerichtshof in Qom bestätigt. Am 25. September 2011 erfolgt eine weitere Berufungsverhandlung. Hier hat die IGFM die Hoffnung, dass der Iran zu den Zeiten zurückkehrt, in denen jahrhundertelang die verschiedenen Religionen in gegenseitiger Achtung zusammengelebt haben. Die Demonstration endete friedlich mit Liedern und Gebeten. Eine Unterschriftenliste und weitere Informationen finden Sie unter www.igfm.de.

Nachtrag 06.12.2011: Am Samstag, 10.12.2011 findet von 16-17 Uhr in der Mönckebergstraße (Treff: Mönckebergbrunnen) eine Mahnwache für Pastor Nadarkhani statt. Das Urteil gegen ihn wurde offenbar aufgrund des internationalen Drucks noch nicht vollzogen, aber leider auch nicht aufgehoben.
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