Anna Ternheim auf Kampnagel

Kampnagelfabrik in Hamburg, 12.02.12, 20:02: Eine junge zierliche Frau betritt fast schüchtern eine als Wohnzimmer hergerichtete Bühne (Perserteppiche, Ohrensessel, Tütchenstehlampe, dreiarmiger Kerzenhalter, Klavier), schnappt sich eine akkustische Gitarre, tritt ans Micro - und dann beginnt wieder so ein Konzert, das die, die das Glück hatten, dabei gewesen zu sein, nicht vergessen werden. Die 33jährige Schwedin Anna Ternheim hat eine Stimme zum verlieben, ihre Songs erreichen ohne Umweg direkt die Seelen der Zuhörer. Es ist immer wieder erstaunlich, dass es nicht mehr braucht als eine Gitarre, oder ein Klavier, und eine sympathische Sängerin, um ein Puplikum zu unterhalten, oder besser noch - zu fesseln. Nach drei, vier Songs kommt David Furguson, ihr Partner auf der neuesten CD, auf die Bühne - die Vorstellung wird jetzt ähnlich eines musikalischen Dialoges zwischen Vater und Tochter fortgeführt. Furguson spielt Gitarre, Mandoline und Contrabass - was ihn aber wirklich ausmacht ist seine dunkle, rauhe Stimme als Gegenpart zu der Ternheims. Der Sound ist nun voller, voluminöser geworden, aber dennoch ruhig geblieben - die beiden ergänzen sich großartig. Mit ihrem Hit "The Longer The Waiting, The Sweeter The Kiss" schmolz ihr Puplikum endgültig dahin. Sicherlich hat Anna Ternheim den Folk mit Country- bzw. auch mit Jazzelementen nicht neu erfunden, aber sie berührt mit ihrer Musik - und begeisterte gestern eine glückliche Zuhörerschaft. Sie macht einfach das, wozu sie Lust hat und was sie kann: Singen! Und das kam auch gestern so rüber
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