Baustellen in Reinbek-Neuschönningstedt- eine unendliche Geschichte

Wann? 05.09.2011 19:30 Uhr

Wo? Op den Stüben, Op den Stüben, 21465 Reinbek DE
  Reinbek: Op den Stüben | Bereits seit etlichen Jahren ziehen sich nun die Baustellen durch den Reinbeker Ortsteil Neuschönningstedt. Grund: Der Zweckverband Südstormarn ist derzeit dabei, für den Südteil Neuschönningstedts ein Regenwassersielnetz zu bauen. Gleichzeitig erfolgt eine Sanierung der Schmutzwasserkanäle. Der Bau des Regenwasserkanals dient vorrangig der Straßenentwässerung. Es soll jedoch in diesem Zuge für jedes Anliegergrundstück ein Regenwasseranschlusskanal erstellt werden.
Bereits bei den ersten Baumaßnahmen im Oher Weg, Königsberger Straße, Kirschenweg, Rosenweg etc. zeigte sich, dass es offensichtlich bereits bei der Planung dieser Baumaßnahmen durch den Zweckverband Südstormarn und der Stadt Reinbek haperte. So ziehen sich die Baustellen aufgrund der schlechten Planung unendlich in die Länge und sorgen bei den Bürgern des Stadtteils für Frust und Ärger. Derzeit sind die Straßen Op den Stüben, Samlandweg, Masuren Weg und Schweriner Weg betroffen. In den nächsten Tagen kommt noch die Stettiner Straße hinzu. Die Straßen sind monatelang aufgebrochen und die umliegenden Straßen durch die Lagerung des Baumaterials blockiert. Des Weiteren können die Grundstücke zum Teil wochenlang nicht von den Anwohnern mit dem Auto erreicht werden. Obligatorisch wird allen Anwohnern mitgeteilt, dass die Erreichbarkeit des Grundstücks nur für vier Wochen nicht gegeben ist, doch es zeigt sich immer wieder, dass dieser Zeitplan nicht eingehalten werden kann. Bei den Baumaßnahmen im Masurenweg können die Anwohner ihre Häuser bereits seit neun Wochen nicht mehr mit dem PKW anfahren. Ein Problem insbesondere für ältere oder behinderte Menschen, die ihre Einkäufe durch den schweren Sand, und bei den schweren Regenfällen in den letzten Tagen, auch noch durch riesige Wasserlachen schleppen müssen. Doch die Baumaßnahmen werden sich weiter hinziehen. Statt die Ausbauten in den Straßen Op den Stüben, Samlandweg, Masurenweg und Schweriner Weg fertigzustellen beginnt man nun auch noch die Stettiner Straße aufzureißen. Diese sollte dann für die nächsten vier Wochen voll gesperrt werden. Dieses hätte jedoch bedeutet, dass ein ganzer Stadtteil abgeriegelt werden würde. Die Nebenstraßen der Stettiner Straße (Masurenweg, Samlandweg und Schweriner Weg würden damit für weitere vier Wochen total abgeschottet und die Wege für die Bewohner zu ihren Häusern noch weiter. Durch ein Protestschreiben der Siedlergemeinschaft Neuschönningstedt konnte die Vollsperrung verhindert werden. Das heißt nun, dass die Baumaßnahmen in der Stettiner Straße abschnittsweise vorgenommen werden und dadurch die Erreichbarkeit der Anliegergrundstücke gewährleitet wird.
Die Siedlergemeinschaft Neuschönningstedt veranlasste außerdem eine Prüfung der Zugänglichkeit dieser Straße für die Rettungskräfte. Weder Rettungswagen noch Feuerwehr wären in der Lage gewesen die im Bau befindlichen Straßen anzufahren. Die Polizei, die Feuerwehr und die Rettungsdienste wurden nicht von der Stadt Reinbek oder dem Zweckverband über die Sperrungen informiert.
Die mangelnde Bauplanung sorgt nun bei den Bürgerinnen und Bürgern weiter für Verdruss, denn im Samlandweg, Masurenweg und im Schweriner Weg kommt es jetzt zu einer Ergänzung des Bauprogramms, denn diese Straßen sollen nun vollsaniert werden, da die Baufirma Bedenken hinsichtlich des vorhandenen Unterbaus der Straße angemeldet hat. Das heißt nun konkret eine weitere Verlängerung der Bauzeit und eine erhebliche Verteuerung der Straßenbaumaßnahmen. Die Mehrkosten gehen zu Lasten der Anlieger. So steigern sich die Kosten im Masurenweg um 30 %, im Schweriner Weg um 310 % und im Samlandweg um 180 %.
Die Frage stellt sich, warum nicht bereits vor Baubeginn die Erforderlichkeit dieser Mehrarbeiten geklärt worden sind. Beim Zweckverband Stormarn sowie bei der Stadt Reinbek sollten eigentlich entsprechende Fachleute sitzen, die vorab hätten klären müssen, ob die gesamte Straße saniert werden muss. Der Unterbau der Straße war allen bekannt. Die Straßen wurden alle in den 60-ziger Jahren erstellt. Am 06. September 2011 geht nun diese Ergänzung der Baumaßnahmen in einer öffentlichen Sitzung an den Bau- und Planungsausschuss. Die betroffenen Neuschönningstedter Bürger und Bürgerinnen werden sicherlich eine Menge Fragen in der vorangehenden öffentlichen kommunalpolitischen Fragestunde an die Politiker und den Bürgermeister stellen. Des Weiteren werden sich die Neuschönningstedter die Politiker genau anschauen, ob sie diese Ergänzung zu dem Bauprogramm einfach nur so durchwinken.
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