Bergedorfer Zeitung v. 10.11.2011 - Über den Schulen kreist der Rotstift - dazu der Kommentar von Susanne Holz: Bildung muss mehr wert sein

Bergedorfer Zeitung v. 10.11.2011

Zum Kommentar von Susanne Holz:
Bildung muss mehr wert sein

Sie haben Recht, Frau Holz, wenn Sie fordern, dass Bildung mehr wert sein muss. Alles, was unsere Kinder klüger macht, ist gut angelegtes Geld, --- und wir sollten wissen, dass es unsere Kinder in Zukunft noch schwer haben werden in der brutalen, harten, globalisierten Welt.

Doch wir können nur Geld ausgeben, das wir auch haben. Geld auf Pump für Schulen, Kindertagesstätten und Krippen bedeutet schlicht und ergreifend, dass die heutigen Kleinen und Jugendlichen ihre Erziehungskosten irgendwann selber zahlen müssen, wenn die Rückzahlung der Kredite gefordert wird.

Wir können allerdings auch woanders einsparen, doch da tut sich unsere Gesellschaft schwer. Niemand will von seinem Wohlstandskuchen ein Stück abgeben. Dabei hat unser Sozialstaat mit dem abgedroschenen Begriff der „Sozialen Gerechtigkeit“ schon lange überzogen. Wenn wir nicht eines Tages neben Griechenland aufwachen wollen, müssen wir uns langsam selbst mal etwas einfallen lassen.

Brauchen wir kostenträchtige Schulsozialarbeiter, oder sollten einige Eltern ihre Kinder mal wieder selber erziehen? Müssen Kinder ohne Pausenbrot zur Schule oder in die Kindergärten gehen, nur weil einige Eltern morgens ihren Hintern nicht aus dem Bett bekommen? Wäre es nicht angebracht, dass ein kostenloses Überlassen von Schulbüchern nur den wirklich Bedürftigen zugute kommt? Ist es nicht an der Zeit, dass die Sozialstaffeln im Kita- und Krippenbereich überdacht werden, weil aus meiner Sicht zu viele Gutsituierte davon profitieren? Auch im Erwachsenenbereich gibt es „Soziale Errungenschaften“, die dringend gekappt werden sollten. Viele „freiwillige Leistungen“ der Stadt Reinbek können wir uns eigentlich gar nicht leisten.

Doch so lange wir nicht den Mut haben, unsere aufgeblähten Sozialhaushalte zu reduzieren, müssen eben Politiker durch Reinbeks Schulen wandern, um dort nach Einsparungen zu suchen.

Klaus Köpke
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