Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist --- oder Grundsteuernachzahlungen in Reinbek

Da flattert mir vor einigen Tagen ein Änderungsbescheid für Grundabgaben ins Haus.

Mir war bekannt, dass Reinbeks Stadtverordnetenversammlung für das Jahr 2012 die Grundsteuer erhöht hatte. Ich hatte deshalb bereits bei der Stadtverwaltung nachgefragt, was ich denn nun mehr zahlen soll.

Ich möge warten, hatte mir die freundliche Dame aus dem Rathaus gesagt, im Frühjahr bekäme ich einen neuen Bescheid --- und dieser Bescheid liegt nun auf meinem Schreibtisch.

Brav stehen dort die einzelnen Beträge und Termine aufgelistet. Ich brauche also nur noch fristgerecht die Überweisungen vorzunehmen.

Schon will ich das Schreiben zu den Akten legen, da entdecke ich eine weitere Zeile mit einer folgenschweren Aufforderung:

"-- Bitte zahlen Sie sofort (rückständige Zahlungen): 0,02 --"

Bis auf diese ausgewiesenen zwei Cent wurde der restliche Erhöhungsbetrag auf die normalen Fälligkeitstermine verteilt.
Weshalb also diese zwei Cent sofort?
Ist die Stadt Reinbek in so großer finanzieller Not?
Hat da ein Mensch den Computer falsch programmiert?

„Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist.“
Dieser Satz aus der Bibel fällt mir ein und verweist auf die Tatsache,
dass schon in uralten Zeiten Steuern und Abgaben zu zahlen waren.
Pünktlich – versteht sich.

Als braver Bürger besinne ich mich auf meine eigenen Steuerzahlerpflichten und habe sofort eine Überweisung von zwei Cent an die Stadtkasse von Reinbek vorgenommen.
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