Wie tief sind wir gesunken? -- Zur Umgangskultur in Deutschland

Katharina Bartsch,
Wentorfer Ortsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, war sauer.
CDU und UWW von Wentorf hatten dagegen gestimmt,
eine Straße nach Hans Rubach zu benennen.
Dieser war von den Nationalsozialisten ins Konzentrationslager verschleppt worden.

Wohl richtig in Rage postete die Grünen-Politikerinnen in ihr Facebook-Nutzerkonto:
„schwarzbraun ist die Haselnuss und auch die CDU Wentorf und die UWW Wentorf. … Am 26. Mai ist Kommunalwahl! Weg mit der Scheiße!“

Das ist schon ganz schön starker Tobak und lässt auf eine schlechte Kinderstube von Katharina Bartsch deuten.
Oder kann man heutzutage in unserer Gesellschaft mal soeben Wentorfer Gemeindevertreter kurzerhand in die ganz rechte braune Ecke stellen?

Die Empörung der anderen war vorprogrammiert und führte zu einer Sondersitzung im Wentorfer Hauptausschuss.
Hier tauschten die Kommunalpolitiker nun ihre Argumente aus.

Danach nahm die BZ Journalistin Susanne Tamm noch einmal mit der Facebook Freundin telefonischen Kontakt auf.
Katharina Bartsch erklärte:
„Ich habe mich bei den Beteiligten in aller Form entschuldigt.“
Damit sei die Sache für sie erledigt.
„Ich möchte, dass es in Wentorfs Politik jetzt wieder um Inhalte geht.“

Die Frage sei erlaubt:
Sieht so in unserer heutigen Gesellschaft Bedauern aus?
Haut man einfach auf die Pauke und sagt dann trocken:
„Ich entschuldige mich!“
Wie kalt und rüde sind Menschen von heute geworden.

Fern ist die Zeit, in der man einsah, wenn man übers Ziel hinausgeschossen war.
Damals bat man noch um Entschuldigung und hoffte,
dass der Kontrahent die Entschuldigung annahm.
Doch das ist lange her.

Wir sind ganz schön tief gesunken
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