Elektroschrott ist wertvoll - daher richtig entsorgen!

Eine häufige Frage lautet: Was genau ist Elektroschrott eigentlich? Dazu zählen alle elektronischen Geräte und zu deren Betrieb notwendigen Teile, die nicht mehr verwendet werden, weil sie entweder defekt sind oder ihre Leistung nicht mehr optimal erfüllen. Computer- und internetbasierte Elektronik geht immer häufiger auch einfach nur wegen veralteter Hard- und Software den Weg zum Entsorger. Zum klassischen Elektroschrott zählen dabei unter anderem Kühlschränke, Computer, Drucker, Scanner, Fernseher, Radios, Mobiltelefone, Küchengeräte, Wecker, Pflege- und Hygieneartikel wie Rasierapparate oder Föhne und natürlich auch dazugehörige Verbrauchsmaterialen wie Batterien, Akkus und vieles andere mehr. Doch wie und wo wird dieser Elektroschrott und Restmüll richtig entsorgt?

Ein Gebot der Wirtschaftlichkeit

Eine Gesellschaft, die so technikaffin und auch abhängig ist wie unsere, hat einen hohen Bedarf und somit naturgemäß auch einen hohen Verschleiß an Elektronikgeräten. Insofern ist sie wahrhaftig gut beraten, wenn sie ein vernünftiges Entsorgungs- und Recyclingsystem implementiert. Eine Vielzahl des Elektroschrotts und deren Verbrauchsmaterialen enthalten Rückstände von umweltschädlichen Substanzen und gerade so unscheinbare und alltägliche Gegenstände wie Batterien sind besonders giftig für die Umwelt. Gleichzeitig werden die Ressourcen auf der Welt immer knapper.

Bei einem Computer, so lies die Zeitung "Die Welt" ihre Leser wissen, können mehr als 80% der Materialen wiederverwertet werden. Nach Untersuchungen des bekannten Wissenschaftsautor und Moderators Ranga Yogeshwar enthält Handyschrott mit einem Gewicht von 1.000 Tonnen rund 350 kg Gold im Wert von rund 7 Millionen Euro. Solche Schätze ungenutzt zu lassen, käme die Gesellschaft teuer zu stehen. So ist es nicht allein ein Gebot des Umweltschutzes, sondern auch der Wirtschaftlichkeit, Elektroschrott korrekt und sachgemäß zu entsorgen und nicht einfach in den Hausmüll zu werfen - was überdies verboten ist, aber leider immer noch häufig geschieht.

Bei Neu-Kauf werden Alt-Geräte zurückgenommen

Gesetzliche Verordnungen erleichtern und forcieren seit Jahren die Entsorgung von Elektromüll. In Deutschland wird, wie in den meisten anderen EU-Ländern auch, mit dem Kauf eines neuen elektrischen Geräts das alte Gerät zurück genommen. Lässt man sich etwa einen neuen Fernseher liefern, nimmt der Zusteller den alten gleich mit. Allerdings werden viele, besonders kleine elektrische Geräte wie Notebooks oder Drucker spontan gekauft. In solchen Fällen hat der Kunde das alte Gerät naturgemäß nicht immer zur Hand.

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Bei der Neuanschaffung eines Computers wird der Käufer den alten Rechner zudem noch eine Weile behalten, um die Daten zu sichern bzw. zu übertragen. Ist ein aussortiertes elektrisches Gerät noch tadellos funktionstüchtig, so ist es vielleicht eine Überlegung und gegebenenfalls eine Nachfrage wert, ob es nicht eine gemeinnützige Organisation brauchen könnte. Ist dies nicht der Fall, so muss z.B. der alte Fernseher, Computer oder Drucker fachgerecht entsorgt werden.

Elektroschrott-Entsorgung in der Region Lauenburg

Für Bewohner der Region Lauenburg bietet die Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) dazu einen besonderen Service an: Sie transportiert gesammelten Elektroschrott und Sperrmüll nach Terminvereinbarung aus Wohnanlagen zu seinen Endlagern ab. Ansonsten stehen in Lauenburgund Umgebung diverse Recylinghöfe zur Verfügung, wo der Elektroschrott selbst abgeliefert werden kann - z.B. in Lauenburg, Elmenhorst, Wentorf und Reinbek. Kleiner Elektroschrott in der Größenordnung von Toastern, Nähmaschinen, Fernseher, Notebooks und Teekochern kann zudem in speziell gekennzeichneten Sammelcontainern, von denen es im Kreis Herzogtum Lauenburg über 25 gibt, abgeliefert werden. Eine Alternative ist die Rückgabe in Fachgeschäften, die elektronische Artikel verkaufen.
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