Eine Anlaufstelle für Familien

Die Leiterin des Familienzentrums, Meike Brockmann (m.), wird tatkräftig von ihrem Stellvertreter Marcel Burchardt und der angehenden Kindheitspädagogin Yvonne Schiweck beim Aufbau unterstützt. Foto: W. Reichenbächer
Lauenburg Elbe: Familienzentrum | Immer mehr Lauenburger nutzen das Beratungsangebot und die Kinderbetreuung am Graf-Bernhard-Ring

wre. LAUENBURG – Erst im Februar des Jahres wurde das Familienzentrum der AWO in Lauenburg feierlich eingeweiht. Seit dem hat sich viel getan. Immer mehr Eltern melden ihre Kinder in der Kita an, und auch die Beratungsangebote werden immer häufiger genutzt. „Wir haben aber auch noch viel vor. Wir wollen die Angebote stetig weiter ausbauen“, verspricht die Leiterin des Familienzentrums, Meike Brockmann.
Im Mittelpunkt steht am Graf-Bernhard-Ring 16 die Kinderbetreuung. „Wir sind mit drei Gruppen gestartet, und haben inzwischen sechs Betreuungsgruppen“, erklärte Maike Brockmann. Noch nimmt die Kita Anmeldungen für Elementarplätze entgegen. „Kinder zwischen drei und sechs Jahren können wir noch aufnehmen, die Krippenplätze sind allerdings alle belegt“, so Brockmann. Zurzeit wird aber mit der Stadt verhandelt, ob nicht eine weitere Familiengruppe eröffnet werden kann. „Dann können wird auch wieder Krippenkinder aufnehmen, die gemeinsam mit den älteren Kindern bis sechs Jahren in einer Gruppe betreut werden“, sagt Brockmann. Dann würden allerdings die Kosten für die Stadt steigen. Eine Einigung darüber gibt es bisher noch nicht. Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Politik bezeichnet die Leiterin aber als sehr angenehm. „Besonders die zuständige Sachbearbeiterin Friederike Betge ist sehr kompetent und unterstützt uns gut“, betont Meike Brockmann.
Die Kita setzt bei der Betreuung vor allem auf die Kreativität der Kinder. Nach dem Konzept der „Weltenentdecker“ soll der Phantasie freien Lauf gelassen werden. „Wir wollen nicht immer vorgeben, was die Kinder zu tun haben. Sie können nach ihren eigenen Vorstellungen basteln und malen, ohne dabei an Vorgaben der Erzieher gebunden zu sein“, erklärt Brockmann. Ein ähnliches Ziel verfolgt die Maßnahme „Sprache und Integration“, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. „Es geht nicht dabei darum, den Kindern perfektes deutsch beizubringen, es soll vor allem der Spaß an Kommunikation vermittelt werden“, erklärt Brockmann. Dabei sollen die Erzieher die Kinder dazu anregen, möglichst oft in einen Dialog untereinander zu treten. Dazu zählt aber auch Singen und Spiele, die ebenfalls eine Form der Kommunikation sind.
Die Anzahl der Erzieher ist inzwischen auf 20 angestiegen. So soll eine intensive Betreuung gewährleistet werden. Neue Kinder werden dann auch erst einmal behutsam in die Gruppe integriert. Sie werden in den ersten Tagen von ihren Eltern begleitet, die sich dann immer mehr zurückziehen. „Die Kinder müssen erst eine Sicherheit entwickeln, und wissen, dass eine vertraute Bezugsperson zur Stelle ist, bevor sie sich frei in der Gruppe entfalten können“, erklärt die Leiterin das Konzept.
Neben der Kinderbetreuung bietet das Familienzentrum aber auch Beratungen für Eltern an. So kann man sich informieren, welche Möglichkeiten es für eine gemeinsame Kur mit dem Kind gibt. Aber auch Fragen rund um das Thema Migration werden besprochen. Im September wird dazu wieder ein Sprachkursus starten, der vier Mal in der Woche am Vormittag angeboten wird. „An den Kursen nehmen Männer und Frauen aller Altersgruppen teil“, freut sich Meike Brockmann über den guten Zuspruch.
„Da wir noch im Aufbau sind, können wir noch gar nicht alles anbieten, was wir gerne vor Ort hätten. Es ist noch viel Arbeit“, so Brockmann. Unterstützung hat sie aber momentan von Yvonne Schiweck, die bereits ihr drittes Praktikum im Familienzentrum ableistet. Die angehende Kindheitspädagogin unterstützt Meike Brockmann gerade in der Verwaltung. „Es ist sehr interessant, so ein Familienzentrum im Aufbau mitzuerleben“, freut sich die Studentin über die Möglichkeiten mitzugestalten. Wegen des hohen Arbeitsaufwandes steht die Beratung vor Ort vor allem aber erst einmal Eltern zur Verfügung, die ein Kind im Familienzentrum untergebracht haben. „Wir wollen aber darauf hinarbeiten, allen Eltern als Anlaufstelle zu dienen“, plant die engagierte Leiterin. Auch ist geplant, Tagesmütter gemeinsam an einen Tisch zu bekommen, um Erfahrungen auszutauschen, und Probleme erörtern zu können. Auch soll noch dieses Jahr ein offenes Eltern-Kind-Café eröffnet werden, wo sich Eltern unverbindlich treffen können, und Erfahrungen austauschen können. Auf die Leiterin warte noch viel Arbeit, bis alle Pläne für das Familienzentrum umgesetzt sind. Gern wird ehrenamtliche Unterstützung angenommen. Zurzeit kommt einmal in der Woche ein Vorleserin. „Wer etwas ähnliches Anbieten möchte, zum Beispiel auch Gruppenspiele, kann sich gern an mich wenden“, so Brockmann.
Wer Fragen zu einer Beratung hat, oder sein Kind in der Kita anmelden möchte, kann sich direkt an Meike Brockmann unter der Telefonnummer 04153 / 59 853-11 wenden.
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