Claas Weihmann: Vom Schüler zum Schwarzenbeker Stadtverordneten

Claas Weihmann

Interview Claas Weihmann
(Realschule Schwarzenbek 1992-1995)


Claas Weihmann hat an der Realschule Schwarzenbek seinen Abschluss gemacht – inzwischen ist er Stadtverordneter der Stadt Schwarzenbek. Wir wollten wissen, welchen Weg er dabei zurückgelegt hat. Netterweise stand er uns zu einem Interview zur Verfügung!

Wie war Ihr beruflicher Werdegang nach der Realschule?
Zunächst habe ich in Geesthacht meinen Wirtschaftsassistenten und die Fachhochschulreife gemacht. Anschließend war ich EDV-Fachverkäufer in Hamburg. Ab 2002 habe ich Bibliotheks- und Informationsmanagement an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg studiert und 2006 als Diplom-Bibliothekar abgeschlossen.

Wie ging es nach dem Studium weiter?
Ich war mehrere Jahre in verschiedenen Fachbereichen der Uni Hamburg tätig und habe zwischenzeitlich ein gut gehendes Antiquariat geleitet – jetzt möchte ich mich aber noch einmal neu orientieren, da mein Berufszweig zunehmend dem Zahn der Zeit zum Opfer fällt: IT-Fachleute sind „in“, literarisches Fachwissen outer als out ...

Wodurch kamen Sie zur Politik?
Da ich schon seit langer Zeit mit Jörn Kranacher* bekannt bin, war der Weg von der gemeinsamen Arbeit in der evangelischen Kirchenjugend Schwarzenbek hin zum politischen Interesse nicht weit. Als er mich 2005 für die Nachwuchsarbeit angeworben hat, habe ich ohne Bedenkzeit zugesagt.

Welche Aufgaben bearbeitet die Stadtverordnetenversammlung zurzeit?
Wir versuchen aktiv, die mögliche Zukunft des alten Realschulbaus mitzulenken. Nach jahrelanger Planung sieht es jetzt tatsächlich so aus, dass die Sache in Gang kommt.

Haben Sie noch Zeit für Hobbys?
Seit 2012 übernehme ich verschiedene Aufgaben bei Wikipedia: Artikel schreiben, bearbeiten, korrigieren … Außerdem bin ich dort Mitglied der Redaktion „Film und Fernsehen“.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Realschulzeit?
(stöhnt auf …) Ehrlich gesagt nicht die besten! Ich war, um es auf den Punkt zu bringen, „saufaul“. In erster Linie habe ich mich um meine Lieblingsfächer Deutsch, Musik und Religion gekümmert und die
mir verhassten Naturwissenschaften links liegen lassen.

Gab es ein schönstes Erlebnis?
Da fallen mir gleich zwei ein:
1. Unsere Tabaluga-Inszenierung im Herbst 94: Wir hatten das Musical über mehrere Monate geprobt, haben dreimal vor ausverkauftem Haus im Rathaus gespielt und uns den Erfolg mit einem Besuch des Maffay-Originals in Kiel versüßt. Ich habe damals die Titelrolle gespielt.

2. Die Aktion „Jugend im Parlament“, die auch dazu beigetragen hat, dass ich Interesse an Politik entwickelt habe: Die damaligen
Abschlussjahrgänge haben in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und Kommunalpolitikern eine Stadtverordnetenversammlung simuliert, auf der aktuelle städtische Themen bearbeitet wurden. Da der eigentlich vorgesehene „Bürgervorsteher“ und Leiter der Versammlung kurzfristig ausgefallen war, habe ich die Aufgabe übernommen. Laut Zeitungsartikel soll es ganz gut gelaufen sein, allerdings kann ich mich nicht mehr an viele Fakten erinnern, weil ich zu diesem Zeitpunkt an einer fiebrigen Grippe litt und direkt danach zwei Wochen außer Gefecht gesetzt war.

Können Sie unseren Schülern noch etwas mit auf Weg geben?
Lust zum Lernen entwickelt sich bei jedem Schüler auf unterschiedliche Weise. Findet eure Interessen heraus und bleibt am Ball. Und vor allem: Ein gutes Buch zwischendurch beißt nicht!

Herr Weihmann, herzlichen Dank für das Gespräch!
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