„Nachtschwärmer“ - Alles, aber bloß nicht spießig

Schlafen kann jeder - aber tanzen nicht (auch wenn es eigentlich untersagt ist ...).

Premiere an der Gemeinschaftsschule Schwarzenbek

Wenn Schülerinnen eines Mädcheninternats während des Unterrichts allesamt einschlafen, dann geht irgendetwas nicht mit rechten Dingen zu. Aber was ist es, das den Mädchen den nötigen Schlaf raubt?

Der Zuschauer des Theaterstücks „Nachtschwärmer“ konnte dies recht schnell erahnen, denn müde Mädchen und zertanzte Schuhe sind ein eindeutiges Zeichen für Rock ‘n‘ Roll und das Ausleben einer Leidenschaft. Dementsprechend ging es am 2. März 2017 bei der Premierenfeier heiß her. Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Eltern und Theaterinteressierte durften dem Tanzspektakel des WPU Darstellen und Gestalten Jahrgang 9 unter der Leitung von Frau Walther beiwohnen und verfolgten das Katz- und Mausspiel der armen Haushältern Frau Huch mit den wilden, tanzwütigen Mädchen.

Frau Schnabel, die Rektorin des Internats, setzt Frau Huch darauf an, die Mädchen auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Dabei muss die Haushälterin einiges über sich ergehen lassen: Schlafmittel im Tee, Demütigungen ihrer Chefin und eine verbitterte Lehrerin namens Frau Stief, die ihr jeglichen Erfolg missgönnt. Wenn man jemanden als Detektiv engagiert, sollte man denjenigen jedoch zuvorkommend behandeln, sonst erntet man nur weitere Verschwiegenheit. Nachdem Frau Huch nämlich herausfindet, dass ihre Mädchen nachts in einem Club auftreten und die Rektorin sie abermals verhöhnt und letztendlich sogar feuert, bleibt sie standhaft und schützt ihre Sprösslinge. Denn eins ist sicher: Sie ist alles, aber nicht spießig!

Trotzdem geht es letztlich für alle Beteiligten glimpflich aus, denn wer erträgt es schon, als spießig bezeichnet zu werden und kann dem Groove des Rock ‘n‘ Rolls widerstehen? Selbst die Zuschauer konnten sich der Leidenschaft der Mädchen nicht entziehen. Sie schwoften und summten gutgelaunt mit, und es war herrlich zu sehen, dass auch eine verbitterte Rektorin ein Herz für gute Musik hat.
Das Stück war nicht nur spannend und gut inszeniert, alle Schauspieler und Schauspielerinnen waren mit Leidenschaft dabei und nahmen die Zuschauer mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Man merkte, dass das Stück eigens für und mit dem WPU geschrieben wurde und jeder seinem Charakter seine ganz eigene Note mitgeben durfte.

Die Schülerinnen und Schüler, die das Stück besuchten, waren begeistert und gaben an, dass sie auf keinen Fall das nächste Stück verpassen möchten und empfehlen der Schülerschaft, es ihnen gleichzutun und die Talente mit eigenen Augen zu sehen!
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