Lasse Stribrny: Vom Schülersprecher zum Jugendbetreuer

Lasse Stribrny (2016) (Foto: (privat))
 
Lasse Stribrny (1994) (Foto: (privat))

Interview mit Lasse Stribrny
Realschule 1994 bis 2001

Steckbrief


Alter: 32

Familienstand: verheiratet seit 03/2010, 3 Söhne: ein, drei und fünf Jahre

Beruf: stellv. Stationsleiter einer neurologischen Intensivstation in Hamburg
Berufsfachweiterbildung zum Intensivkrankenpfleger 2011 - 2013
Berufsausbildung zum Krankenpfleger 2001 – 2004

Wohnort: Mölln

Freizeitgestaltung:
die Kinder zu Bett bringen
Kinder- und Jugendbetreuung im Rahmen einer Pfadfindergruppe
Spaß haben und Abenteuer erleben, als Pfadfinder

Schüler der Realschule Schwarzenbek:
1994 – 2001 (ja ... 7 Jahre)
1999 – 2001 Schülersprecher
häufiger Konsument der MediaPaper

Lieblingslehrerinnen und -lehrer:
Herr Collenburg (Klassenlehrer 5 - 7)
Herr Lölling (Klassenlehrer von 8. bis zum Abschluss, trug damals den Titel als „coolster Lehrer“)
Frau Baitz (Mutter meines Kumpels)
Herr Lenke (Musiklehrer nur in der 5.)

Lieblingsfächer: hing ganz stark vom Lehrer ab. Dazu könnte ich ein paar Geschichten erzählen...

Wie kamst du zu den Pfadfindern ?
Nachdem meine Frau und ich aus Hamburg zurück auf das Land gezogen sind, suchte ich nach einer sinnvollen ehrenamtlichen Tätigkeit. Ein Bekannter aus Mölln sprach mich an, eine Jugendarbeit in seiner christlichen Gemeinde starten zu wollen. Wir planten Spaß und Abenteuer mit unseren, aber auch anderen Kids zu haben. Wir schauten nach möglichen Rechtsträgern und stießen auf die Pfadfinderarbeit der Freien evangelischen Gemeinde (FeG). Es gibt ein hervorragendes Konzept, Kinder und Jugendliche bei der persönlichen Entwicklung zu unterstützen.
Als „alter“ Schwarzenbeker und Mitglied der FeG in Schwarzenbek gründe ich jetzt die Pfadfinder-Siedlung „Swattenbeeker Wölfe“. Den Wolf haben wir als Stammesnamen gewählt, weil er ein interessantes und abenteuerliches Tier ist. Der Kreis Herzogtum Lauenburg ist seit 2015 Wolfsschutzgebiet. Außerdem passt der Wolf ausgezeichnet zum Ritter der swatten Beeke.

Was sind Pfadfinder?
Die Pfadfinderbewegung reicht auf das Jahr 1907 zurück. Robert Baden Powell war ein pensionierter britischer Soldat, dessen Leidenschaft es war, sich um Londons Kinder unterschiedlichster sozialer Herkunft zu kümmern. Während seiner Militärlaufbahn erlangte „B.P.“ (englisch ausgesprochen) Ruhm durch die außergewöhnliche Erziehung seiner jungen Rekruten. Er brachte ihnen bei, selbstverantwortlich zu handeln, auch Befehle zu überdenken. Er beeindruckte sie mit seinen Fähigkeiten als Spurenleser. Das Spurenlesen (scouting) verhalf B.P. und seiner Truppe in einem südafrikanischem Einsatz. Viele Menschenleben wurden dank ihm verschont.
Inzwischen gibt es etwa 40.000.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder weltweit. Sie vereinen die Pfadfindergrundsätze, die Pfadfinderprinzipien und das Pfadfindergesetz. Die christliche Wertevermittlung lässt sich wunderbar mit dem Pfadfindersein verknüpfen, weshalb die meisten Pfadfinderbünde in Deutschland kirchlich bzw. frei-kirchlich organisiert sind.

Was macht ihr in der Gruppe?
Mir ist es wichtig, dass wir in erster Linie Spaß zusammen haben. Draußen kann man am besten den Pfad finden, deshalb treffen wir uns nur kurz an unserem Lager (FeG, Hamburger Straße 9).
Waldlaufzeichen lernen, Spuren lesen, Orientierung mit dem Kompass, Lagerbauten, Waldquiz, Lagerfeuer mit Stockbrot und so weiter stehen auf dem Programm. Bei richtig schlechtem Wetter dürfen wir die Räume der FeG nutzen. Hier haben wir schon gebastelt und werken zum Beispiel an einem Handpuppentheater, das dann im Mutter-Kind-Haus (mit im Haus der FeG) und in der Kinderbetreuung während eines Gottesdienstes genutzt werden kann. In den Ferien finden häufig Camps mit den anderen Pfadfinderstämmen unseres Bundes PDF (Pfadfinder der Freien evangelischen Gemeinden) statt, jedes zweite Jahr sogar in Schweden.
Unterstützung bekomme ich von meiner Ehefrau, meiner Schwester und dem Pastor, die sich überwiegend mit der Bibergruppe (5-7 Jahre) und der Wölflingsgruppe (8-10 Jahre) beschäftigen. Die Jugendlichen werden von mir durch den Wald gescheucht (grins). Eines der Pfadfinderprinzipien lautet: „learning by doing“. So wird immer wieder mein Feuer für die Pfadfinderarbeit geschürt. „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ kann man genauso sagen. Manchmal bin ich etwas wehmütig, dass ich als Kind noch kein Pfadfinder war. Umso mehr freue ich mich, dass mein Großer von Anfang an dabei ist und mir immer wieder sagt, wie viel Freude er bei den Pfadfindern hat.

Wann und wo trefft ihr Euch?
Wir treffen uns derzeit jeden 1., 3. und ggf. 5. Donnerstag im Monat, von 16:30 – 18:00 Uhr, in den Räumen der FeG, Hamburger Straße 9.
Für weitere Informationen und zur Kontaktaufnahme besucht gerne die Homepage http://www.pfadfinder-fegn.de/ oder trefft mich bei den „Swattenbeekern Wölfen“ vor Ort!

Gut Pfad!
Lasse
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