Der Lauftreff Geesthacht bei den BIG 25 in Berlin

Zeitrennen bei der Tour de Berlin
 
"Bürstenschröder"
Am 15.05.2016 fanden zum 36. Mal die BIG 25 in Berlin statt. Neben der Hauptstrecke, den 25 km, wurden auch 10 km und ein Halbmarathon angeboten. Doch nur die 25 km führten durch das Brandenburger Tor. Daher fiel die Entscheidung nicht schwer: Es mussten die 25 km sein.

Schon im letzten Jahr hatten wir uns für den Lauf angemeldet. Wir, das sind Anette, Anette – also Anette² - und Kim vom Lauftreff Geesthacht. Wir freuten uns schon auf das lange Wochenende in der Hauptstadt. Doch leider lief für keinen die Vorbereitung richtig gut. Verletzungen, lange Trainingspausen und andere Gründe sorgen dafür, dass wir am Freitag mit der Einstellung nach Berlin reisten: Irgendwie ankommen und vor allem Spaß haben.

Da der Lauf erst am Sonntag war, hatten wir noch 1 ½ Tage, um die Hauptstadt unsicher zu machen. Dabei stellten wir fest, dass an diesem Wochenende viele verschiedene Events stattfanden. Unter anderem die „Tour de Berlin“, ein internationales Weltcup Rennen im Radfahren. Nachdem wir unsere Startunterlagen abgeholt hatten, haben wir lange beeindruckt den Zeitfahrern zugesehen, die in einem Höllentempo den Ku'damm rauf und runter fuhren. Unser Lauftempo am Sonntag würde etwas langsamer sein.

Am Samstag reduzierten wir die Länge unserer Fußmärsche etwas – schließlich wollten wir fit für Sonntag sein. Trotzdem haben wir Kreuzberg erkundet. Bei einem Biomarkt hielt uns ein Bürstenmacher in seinem Bann. „Bürstenschröder“ bindet seine Bürsten tatsächlich noch von Hand – und er läuft! Der ehemalige Hamburger (!) erzählte uns auf Nachfrage fröhlich, dass er am Sonntag ebenfalls über die 25 km am Start wäre. Seine Zielzeit? Irgendwo zwischen 2:30h und 2:45h. So eine Zeit ist für viele jüngere schon keine Selbstverständlichkeit. Nach einigen Fotos und vielen guten Wünschen ging es schließlich weiter. Als nächstes stolperten wir über den „Karneval der Kulturen“. Hierbei handelt es sich um ein interkulturelles Straßenfest mit einem überwältigenden Angebot an Speisen und anderen Waren, sowie verschiedenen Liveacts. Noch ein paar interessante Erlebnisse später, ging es zeitig ins Bett, denn am nächsten Morgen sollten wir bereits zwei Stunden vor dem Start vor Ort sein.

Am Sonntag stellten wir fest, dass der Lauf gut organisiert war. Einzig zu bemängeln war der Kleiderbeutel, der vorgeschrieben war: Die geringe Größe und nicht gerade hohe Qualität entlockten uns einiges Fluchen. Letztendlich schafften wir es trotzdem, alles darin unter zu kriegen. Nun hieß es warten. Es waren noch 2 Stunden bis zum Start. Glücklicherweise war es an dem Tag deutlich kühler, als in der Woche davor. Bewölkt, mit 8-11°C war es fürs Laufen perfekt, doch fürs Warten recht frisch. Wir warteten auf der Tribüne im Olympiastadion, in das wir später einlaufen würden. Um kurz vor 10 Uhr – dem Start – waren wir dann so durchgefroren, dass wir uns nicht vorstellen konnten, wieder warm zu werden.

Nach dem Start ging das dann doch erstaunlich schnell. Sonnenstrahlen lugten durch die Wolken und die Bewegung tat ihr übriges. Wir liefen jeder für sich, um das optimale Tempo anschlagen zu können. Die Streckenführung bot viele Sehenswürdigkeiten. Es ging direkt auf die Siegessäule zu und danach durch das Brandenburger Tor. Bald danach hatten wir schon „Halbzeit“. Statt Sonne gab es dann auf einmal einen ordentlichen Schauer und Gegenwind. Auch das ging vorbei und die Kilometer flogen nur so vorbei. Am Straßenrand standen immer wieder Zuschauer, die anfeuerten und die ein oder andere Band. Auf einmal war der Halbmarathon schon geschafft. Bei Kilometer 22 war sogar schon das Olympiastadium zu sehen. Nach einem großen Bogen durften wir endlich durch den Tunnel und auf unsere letzte Runde auf die Stadionbahn. Dort wurde bereits mit Medaillen auf uns gewartet. Wieder einmal waren wir von uns selbst überrascht: Trotz der ganzen Probleme während der Vorbereitungen auf den Lauf, hatten wir drei die Strecke ohne Probleme überstanden. Dabei hatten wir sehr viel Spaß und haben jeden Kilometer genossen.

„Bürstenschröder“ haben wir zwar unterwegs nicht getroffen, doch natürlich haben wir im Nachhinein nach seinem Ergebnis gesehen. Seine geplante Zielzeit hat er ohne Probleme erreicht. Hut ab!

Glücklich setzten wir uns kurze Zeit später wieder in den Bus und fuhren zurück nach Hamburg.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.