Herbst- und Wintermode 2016/17: Pudrige Farben dominieren die Kleidung der kommenden Monate

Lieblings-Kleidungsstück der Frau / Eigene Darstellung

Vorbei die Zeit der kurzen Röcke und leichten Stoffe. Der Herbst hat uns voll im Griff. Zum grau des Himmels gesellen sich in dieser Saison warme Braun- und Beigetöne, die pudrig leicht daherkommen. Die satten Töne der letzten Saison dienen allenfalls noch als Kontrast. Außerdem werden Mäntel und Jacken wieder länger und dicker. Wir verraten Ihnen alle Trends für die Herbst- und Wintermode 2016/17.

Der Sommer ist passe. Der Kleiderschrank muss umgeräumt werden. Raus mit den kurzen Tops und die dicken Pullover nach vorn geräumt. Der Mantel wird wieder frisch gemacht und auch die dicken Stiefel rücken vor in Reihe eins. In der kalten Jahreszeit umhüllen wir uns wieder mit deutlich mehr Stoff. Und statt auf einen flachen Bauch zu achten, liegt das Augenmerk wieder verstärkt auf der Kleidung, die unseren Körper umhüllt.

Die aktuelle Fall Fashion, wie die Herbstmode auch genannt wird, hat sich gewandelt. War im vergangenen Jahr noch weite und bequeme Kleidung angesagt, wird es dieses Jahr wieder deutlich körperbetonter. Aus ausladenden Mänteln und Pullovern wurden enge, anschmiegsame Begleiter für die dunkle Jahreszeit. Doch es wird nicht nur schmaler, es wir auch länger. Jacken und Mäntel reichen wieder locker bis zur Wade und auch der Cardigan besteht aus sichtbar mehr Stoff. Was für die Beine gilt, gilt auch für die Ärmel. Lang und breit dürfen sie sein, was im Herbst und Winter natürlich schön warm hält. Am Body setzt der figurbetonte Schnitt einen sichtbaren Kontrast. Der Layering Trend setzt sich auch in dieser Saison unverändert fort.

Pudrige Pastelltöne dominieren die Wintermode

Was die Farbgebung der aktuellen Modetrends angeht, wird es dieses Jahr etwas dezenter. Die kräftigen Rot- und Brauntöne der vergangenen Saison wandeln sich zu pudrig leichten Pastellfarben. Die kontrastreichen Farben und gerade auch das zuletzt alles dominierende Schwarz werden etwas zurückgedrängt. Insbesondere sanfte Braun- und Beigetöne, wie geschaffen für den Herbst, gliedern sich nun nahtlos in diese goldene Jahreszeit ein.

Aufgelockert wird das erdbetonte Farbenbild durch Rosa in allen Facetten. Ob Pink, Beere, Nude und zartes Puderrosa – die warmen Rosatöne sorgen für angenehme Farbkleckse im viel zu häufig viel zu grauen Herbstalltag. Und diese vermeintliche Mädchenfarbe passt überraschend gut zu den dunklen Tönen der Wintersaison. Aber natürlich gehen auch in diesem Jahr nicht nur Pastelltöne. Schwarz, grau dunkles Rot und Tannengrün bleiben Dauerbrenner. Hochwertige Damenmode darf auch weiterhin kräftige Farben haben, wenn sie im harmonischen Kontrast mit sanften Tönen steht.

Wer die Mode aufmerksam verfolgt, der wird wissen, dass der Wechsel von Sommer auf Winter nicht nur längere und dickere Stoffe hervorbringt. Auch die Beschaffenheit, das Material also, wandelt sich. Denn im Herbst und Winter ändern sich die Bedürfnisse. Wir wollen uns wieder geborgen fühlen und uns vor den kalten Temperaturen einkuscheln. Aus glatten und kühlen Textilien werden wieder griffige Stoffe, denen man ihren Charakter ansieht. Kuschelig und warm muss es sein, Strick steht deshalb wieder hoch im Kurs. Wichtig ist, dass sich die Winterstoffe geschmeidig anfühlen.

Wer mit offenen Augen durch die Straßen flaniert, wird bereits festgestellt haben, dass in dieser Saison sogar Plüsch eine Renaissance erlebt. Anerkannte Designer wie Stella McCartney, Trussardi, Bottega Veneta, Phillip Lim und Valentino haben den Trend salonfähig gemacht. Und eigentlich ist Plüsch ja auch der perfekte Stoff für diese Jahreszeit, wenngleich so mancher Fashion Victim noch immer ungläubig dreinschaut, wenn ihm Plüsch begegnet.

Poncho bleibt Dauerbrenner

Apropos einkuscheln. Dazu eignet sich natürlich kaum etwas besser, als ein herrlich weiter Poncho. Die vor einigen Jahre auch hierzulande in Mode gekommenen Oberteile sind nach wie vor ein Renner. Das liegt vor allem an ihrem hohen Tragekomfort. Dank immer neuer Kollektionen wurde das traditionelle Kleidungsstück, das eigentlich aus südamerikanischen Ländern stammt, zum Must-have für modebewusste Trendsetter rund um den Globus.

Von einem Ende des Poncho-Hypes kann überhaupt keine Rede sein. Stattdessen schaffen es die lässigen Teile nun sogar auf die Laufstege der Top-Designer. Waren die weiten Teile früher allenfalls etwas, um die knapp bekleideten Models vor ihrem großen Auftritt warm zu halten, stehen Ponchos bei Modeschöpfern wie Trussardi, Gucci und Sonia Rykiel nun selbst im Mittelpunkt.

Das Ponchos noch immer so angesagt sind, liegt an ihrer Variantenvielfalt, die noch immer nicht ausgeschöpft ist. Heute besteht das Kleidungsstück aus Stoffen wie Samt oder sogar aus Wildleder. Es ist nicht mehr nur einfarbig oder dezent gemustert, nein, sogar Comic-Prints werden angeboten. Versehen mit einem Pelzkragen, Fransen oder Schleifen wird das Traditionsstück zeitgemäß aufgepeppt. Glitzernde Pailletten sorgen für die Abendtauglichkeit, wer es dezenter mag greift zum zeitlosen Karomuster.

Voluminöse Winterjacken sind im Trend

Was die Jacken angeht, wird wieder dick aufgetragen. Ist es draußen bitter kalt, dann greift man wieder zur trendigen Daunen- oder Steppjacke. Vorbei die Zeiten, als diese möglichst dezent produziert wurden. Heute darf es wieder richtig aufgeblasen sein. Lacoste, Chanel, Emilio Pucci, und Acne Studios bieten voluminöse Modelle. Übrigens nicht nur für die Dame, sondern auch für den Herrn.
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