Jahnkämpferinnen des SC Wentorf in Berlin 2011

Am Wochenende vom 27.-29. Mai war es mal wieder soweit. Die Landesmeisterschaften im Jahnkampf standen für unsere Mehrkämpferinnen an. Aufgrund der bisher gesammelten Erfahrungen in den Wettkämpfen entschied sich die Mehrkämpferriege dazu den Wettkampf außer Konkurrenz in Berlin zu starten. Die Atmosphäre und die Leistungen dort hatten in den Jahren zuvor immer etwas mehr überzeugt als die eigenen Landesmeisterschaften in Kiel.
Und so fuhren die Mehrkämpferinnen gemeinsam mit ihren Trainerinnen und Betreuerinnen Ina Best, Katharina Vittalowitsch und Vivian Schlupp und ihren Eltern für das Wochenende voller Vorfreude nach Berlin.
Am Samstag startete der Wettkampf mit den schwimmerischen Disziplinen. Die Mehrkämpferinnen, die alle schon sehr gespannt auf ihren Wettkampf waren konnten mit durchgängig überzeugenden, individuellen Leistungen glänzen. So zeigte beispielsweie Satara Ries (Jhrg. 1998) grandiose, annähernd fehlerfreie Kunstsprünge und Annika Studt und Kira Ries (beide Jhrg. 1995) konnten ihre Schwimmbestzeit im Kraul über 10Sekunden verbessern. Mit diesem sehr guten Start in den Wettkampf konnten die Mädels erstmal durchatmen und am Nachmittag die Innenstadt von Berlin unsicher machen.
Der Sonntag begann schon sehr früh für die Mädchen. Heute standen die turnerischen und leichtathletischen Disziplinen an. Lea Hören und Lea Richter überzeugten in Ihrem Wettkampf insbesondere am Boden und zeigten beide eine Bodenübung, wie selten zuvor! Nach diversen Paraden von allen Turnerinnen an den Geräten Olympiabarren und Boden hielten die Nerven der Trainerinnen der Anspannung langsam nicht mehr stand und es wurde so manche Schleuse für die ein oder andere Freudenträne geöffnet…=)
Anschließen wurde es bei der Leichtathletik nochmal so richtig spannend. Beim Sprint und auch beim Kugelstoß konnten die Wettkämpferinnen zeigen, was sie schon seit der Wintersaison in der Halle fleißig trainiert haben. Vor allem die Starterinnen der Jahrgänge 1995, die einen großen „Sprung“ von 3kg auf 4kg im Kugelstoßen leisten mussten, konnten sich beweisen und zeigten für ihre Verhältnisse klasse Leistungen.
Und nun stand die Siegerehrung kurz bevor. Die ganze Gruppe konnte aber schon jetzt sehr zufrieden auf ihre Leistungen zurückblicken. Alle hatten sich selbst im Wettkampf übertroffen und konnten tolle Erfahrungen für die kommenden Wettkämpfe sammeln.
Die jüngste Starterin des SC Wentorf Lea Hören (Jhrg. 1999), die erstmals bei dieser Wettkampfform angetreten ist, erreichte 43,26 Punkte und konnte trotz langwieriger Knieverletzung in der Wettkampfvorbereitung auf einen großartigen Wettkampf zurückblicken.
Satara Ries (Jhrg. 1998) erkämpfte sich mit einem Punkterekord (59,41Punkte)die Qualifikation für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Folge, die dieses Jahr in Einbeck im September stattfinden werden.
Lea Richter (Jhrg. 1997), die dieses Jahr den Übergang vom Deutschen Mehrkampf zum Jahnkampf versuchte, konnte sich 53,32 Punkte erkämpfen und wuchs vor allem in den schwimmerischen Disziplinen, die bisher nicht zu ihrem Repertoire gehörten, über sich hinaus. Leider konnte sie sich mit ihren tollen Leistungen ganz knapp nicht für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren.
Und auch die ältesten Turnerinnen der Mehrkampfriege konnten punkten. Annika Studt (Jhrg. 1995), die erst das zweite Jahr im Jahnkampf startete erreichte auch mit 52,05 Punkten die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. Im Vergleich zum letzten Jahr konnte sie ihre Leistungen in allen Disziplinen aufgrund ihres Ehrgeizes im Training sehr stark verbessern.
Und auch die älteste Starterin, Kira Ries (Jhrg. 1995), konnte an ihre überragenden Leistungen der letzten Jahre anknüpfen und erkämpfte sich die bisher höchste Qualifikationspunktzahl ihrer gesamten Jahnkampfzeit. Gerade weil sie seit Sommer 2010 nur noch halb so viel trainieren kann, wie die anderen Turnerinnen, da sie selbst Trainerin der kleinsten Leistungsturnerinnen geworden ist, ist dies als besondere Leistung anzuerkennen. Sie erkämpfte sich mit ihrem starken Willen, einer großen Portion Ehrgeiz und sehr viel Können 56,20 Punkte und damit ebenfalls die Quali für die Deutschen.
Die Trainerinnen der Gruppe, die den gesamten Wettkampf über zwischen Daumendrücken, Anfeuern und Freudentränen hin- und her schwankten, waren mit den Ergebnissen überaus zufrieden und freuen sich jetzt schon auf die Deutschen Meisterschaften und die nächsten Jahnkampfmeisterschaften der kommenden Jahre. Es ist wirklich schön zu sehen, wie gut sich die Gruppe entwickelt hat und dass die Wettkämpfe von Jahr zu Jahr besser werden.
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