Wentorfer Volleyballerinnen als Favoritenschreck

Am Samstag, 9. Februar 2013, kam es zum vorgezogenen Saisonfinale in Wentorf. Die Volleyballerinnen des SC Wentorf trafen in der Bezirksklasse auf die beiden Tabellenführer: VG WiWa und TSV Reinbek.
Gleich im ersten Spiel stellten sie sich den ungeschlagenen Damen des VG WiWa, welche in der gesamten Saison nur einen Satz abgegeben hatten und das auch nur gegen den Verfolger aus Reinbek. Die Spannung war zu spüren. In der Hinrunde war es den Wentorferinnen beinahe gelungen, einen Satz zu gewinnen und auch wenn sie aktuell auf dem 4. Platz zu finden sind, wollten sie sich nicht unter Wert verkaufen. Ein zähes Ringen zu Beginn der ersten Satzes konnten die Gastgeberinnen aus Wentorf für sich entscheiden und einen leichten Vorsprung herausholen. Der erste Satzgewinn war zum Greifen nahe und diese Chance ließen sich die vermeintlichen Außenseiterinnen nicht nehmen. Die Sensation war geschafft: ein Satzgewinn gegen den haushohen Favoriten. Entsprechen beflügelt und motiviert startete auch der zweite Satz. Der hauchzarte Vorsprung wanderte von einem Team zum anderen, bis sich die Wentorferinnen erneut ein wenig deutlicher absetzen konnten. Gegen Ende schwand die Konzentration ein wenig und die Gäste kamen kurz vor Satzende wieder ran. Beim Stand von 24:23 für den SCW kochte die Halle, doch der erste Satzball wurde von WiWa abgewehrt. Die Wentorferinnen legten wieder mit 25:24 vor doch auch dieser Satzball wurde abgewehrt. Nach zwei weiteren hart umkämpften Punkten sicherte sich WiWa den Ausgleich mit 1:1. Sichtlich enttäuscht ob des knappen Verlustes dieses sicher geglaubten Satzes wurde es etwas unruhig in den wentorfer Reihen und WiWa nutzte diese kurze Schwäche, um mit 2:1 in Führung zu gehen. Der vierte Satz sollte die Entscheidung bringen. WiWa war stets zwei bis drei Punkte voraus, aber Die Gastgeberinnen ließen nicht locker. Bei 19:24 aus wentorfer Sicht konnten noch drei Satzbälle von WiWa abgewehrt werden und es kam fast zu einem Fotofinish, in welchem sich WiWa seinen dritten Satz und damit den 3:1-Sieg bei einem 25:22 sichern konnte.
Der TSV Reinbek hatte gesehen, was die wentorfer Volleyballerinnen zu leisten im Stande sind. Das Derby der beiden Mannschaften hat schon eine gewisse Tradition und wenn die Wentorferinnen in der vergangenen Saison die Bilanz zu ihrer Seite verschieben konnten, so hat der TSV in dieser Saison den Ausgleich geschaffen. Das Hinspiel war ein spannungsgeladenes und emotionales Duell, welches Reinbek für sich entscheiden konnte, aber dieses Mal galt es, auf fremdem Boden zu bestehen. Die wentorfer Volleyballerinnen hatten einige Federn lassen müssen und Reinbek konnte diesen Umstand in den ersten beiden Sätzen für sich nutzen. Sichtlich erschöpft und mit dem Mut der Verzweiflung stemmten sich die Volleyballerinnen des SC Wentorf gegen die Niederlage und konnten den dritten Satz recht souverän für sich entscheiden. Die Karten waren beim 1:2 aus wentorfer Sicht zum Teil neu gemischt, aber der Kraftakt im ersten Spiel des Tages forderte seinen Tribut. Am Ende stand es 3:1 für Reinbek, aber die Stimmung der Wentorferinnen war aufgrund der überragenden Leistung trotz der zwei Niederlagen alles andere als getrübt.

Am Ende des Tages standen zwar zwei 1:3-Niederlagen für den SCW zu Buche, aber diese Zahlen drücken in keinster Weise aus, was wirklich geleistet wurde. Dem Tabellenführer wurde ein Satz abgetrotzt und auch der zweite war in Reichweite gewesen und nach dieser kämpferischen Leistung auch dem ausgeruhten Team auf dem zweiten Tabellenplatz einen Satz abzukaufen verdient größten Respekt.
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