Ökologische Reinigungsmittel - Vor und Nachteile

Grüner Reinigen (Foto: © Colourbox)
Worth: Überall | Es gibt heutzutage viele Reiniger, die die Umwelt angeblich weniger belasten. Ob dies aber tatsächlich immer der Fall ist, sollte man hinterfragen. Immerhin werden alljährlich in der Bundesrepublik 450.000 Tonnen verschiedenster Reinigungsmittel in den Warenkorb gelegt. Die Verwendung natürlicher Inhaltsstoff ist aber allein noch keine Garantie für die Unschädlichkeit eines Produktes. Problemfelder sind eine wenig umweltschonende Herstellungsweise und die Verwendung von Rohstoffen, die der Umwelt schaden.

Ein Bürgerbeitrag für mehr wirklich ökologische Reinigungsmittel - Ein Bürgerbeitrag für die Umwelt!

Anforderungen an ökologische Reinigungsmittel

Die Frage, wie man Produkte wie Waschpulver, Allzweck-Haushaltsreiniger, Geschirrspülmittel oder Spülmaschinen-Tabs umweltfreundlicher herstellen kann, ohne ihre Effektivität und Leistungskraft zu mindern, ist immer wichtiger geworden. Braucht man tatsächlich beduftete Weichspüler - und wenn ja, wie kann man gesundheitliche Belastungen durch die verarbeiteten Duftstoffe ausschließen? Auch die Frage nach der Nachhaltigkeit muss beantwortet werden. Ein Vorteil ökologischer Reinigungsmittel liegt in

- ihrer Umweltverträglichkeit
- der Bevorzugung pflanzlicher Rohstoffe
- der schnellen biologischen Abbaubarkeit aller Zutaten
- dem Verzicht auf toxische oder gewässerschädigende Inhaltsstoffe
- einer umweltfreundlichen Rohstoffgewinnung
- einer möglichst umweltgerechten Produktionskette
- der Nutzung energiesparender Verfahren
- recyclingfähiger und leicht abbaubarer Umverpackungen
- und der umweltfreundlichen Anlieferung beim Verkäufer.

Immer mehr einfache Bürger verwenden heutzutage ökologische Reinigungsmittel, aber auch gewerbliche Firmen gebrauchen heutzutage ganz selbstverständlich nachhaltige Reinigungsmittel

Zudem wird der Verbraucher so gut wie möglich vor bekannten Gesundheitsgefahren geschützt. Die Aggressivität mancher Duftstoffe hat beispielsweise dazu beigetragen, dass nicht oder nur mit ätherischen Ölen beduftete Reinigungsmittel heute in großer Zahl zu kaufen sind. Auch die Volldeklaration aller Inhaltsstoffe oder eine Sensitiv-Variante bestimmter Reinigungsmittel gibt dem Verbraucher Mittel an die Hand, seine Kaufentscheidung so gesundheitsgerecht und umweltschonen wie möglich ausfallen zu lassen. Ein Nachteil sind allerdings die häufig winzig klein gedruckten Inhaltsangaben, die auch noch in unverständlichen Termini angegeben werden dürfen. Auf das Gefahrenpotenzial allergieträchtiger Zutaten - beispielsweise Parfüm oder ätherischer Öle - wird auf den Verpackungen meist nicht gesondert hingewiesen.

Kontrolle ist besser

Die Herstellung ökologischer Reinigungsmittel mit einem Bio-Siegel wird streng überprüft. Es dürfen in einem Öko-Weichspüler keine toxischen Zutaten enthalten sein. In einem konventionellen werden sie aber oft gefunden. Die strikte Meidung

- kationischer Tenside
- polyzyklischer Moschusverbindungen
- synthetischer oder allergieauslösender Substanzen
- oder gesundheitsschädigender Stoffe wie Benzylalkohol, Linalool oder Benzylacetat.

ist der größte Vorteil von ökologischen Reinigungsmitteln. Die Hersteller ökologischer Reinigungsmittel unterliegen nicht nur strengen Kontrollen unterschiedlicher Instanzen, sondern sie sorgen auch selbst dafür, dass eine interne Kontrolle Schwachstellen und Risiken dezimiert. Viele Kunden schätzen solches Engagement. Andere sehen aber Nachteile im höheren Preis solcher Produkte und in deren angeblich schwächer ausfallender Reinigungskraft. Statt auf einige bewährte Grundreinigungsmittel zu bauen, setzt man heute auf ein ganzes Arsenal an spezialisierten Reinigungsmitteln. Das wäre zwar nicht nötig und ist auch ökologisch nicht sinnvoll. Doch die TV-Werbung suggeriert, dass man mit den Reinigungsmitteln der bekannten konventionellen Hersteller bessere Reinigungsergebnisse zeitigt. Die Chemieindustrie und ihre Untersparten - z. B. Kosmetik-, Farben-, Parfüm- oder Pharmaindustrie - sind milliardenschwer. Sie können daher die besten Werbeplätze mühelos bezahlen. Hingegen werben die Hersteller ökologischer Reinigungsmittel meist in bescheidenerem Rahmen - beispielsweise in Verbrauchermagazinen wie "Schrot und Korn", das nur in Bioläden und Reformhäusern verteilt wird. Viele Verbraucher erfahren daher nicht, dass es bessere Alternativen oder Gesundheitsrisiken gibt. Ausnahme: Die "Stiftung Warentest", das Magazin "Ökotest" oder bekannte Institutionen wie "Greenpeace" weisen in der Presse darauf hin.

Fazit

Wir alle sind angesichts der spürbaren Umweltbelastungen aufgefordert, zukünftig umzudenken. Ökologische Reinigungsmittel sind effektiv und ergiebig. Man benötigt bei näherem Hinsehen kein Arsenal an Reinigungsmitteln, sondern wenige, aber effektive Öko-Reinigungsmittel.

Weitere Infos auch auf dem Werner Lampert Blog
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